Monatsarchiv: August 2009

Medienimpressionen

Zuletzt gelesen: Ein todsicherer Job von Christopher Moore aus dessen Feder auch die äußerst blasphemisch lustige Komödie „Die Bibel nach Biff“ floß. Kurzweiliger Spaß dieser Tod, aber dafür richtiger Spaß. Endlich mal wieder beim Lesen eines Buches laut gelacht.

Gelacht hab ich dafür bei den ersten Folgen von „30 Rock“ erstaunlich wenig. Von dieser Serie hatte ich mir mehr versprochen. Aber ich bleibe am Ball. „The Big Bang Theory“ hatte mich auch erst nach ein paar Folgen. Dafür dann aber richtig. Manchmal muss man sich eben erst mit den Marotten einiger Charaktere anfreunden. Aber wenn das einmal geschehen ist, mag man sie kaum noch missen.

Sehr enttäuscht war ich am letzten Kino-Montag von „Public Enemies“. Ganz doofer Film. Oder naja, zumindest sehr unnötig. Und das trotz Depp und Bale. Eine Schande. Heute dann zu meiner Überraschung in einen Kriegsfilm geraten, die ich normalerweise sehr meide. „Tödliches Kommando“ fand ich jetzt aber wirklich gar nicht mal verkehrt. Auch wenn er mich aus irgendeinem Grunde nicht so verstört hat, wie das Kriegsfilme normalerweise tun. Und dann auch noch die Vorschau des neuen Scorsese-Films gesehen. Von dem Trailer war ich dann doch sehr überrascht. Hatte nämlich nichts davon mitbekommen. Geschweige denn davon, dass Scorsese wieder einen Film mit DiCaprio in der Hauptrolle in die Kinos bringt. Sah in meinen Augen für beide nach einem ungewöhnlichen Film aus…aber gar nicht mal schlecht.

Und nach Buch, Serie, Kino gabs auch noch auf die Ohren:
Seit Wochen höre ich „The Baseballs“ rauf und runter. Ganz großartige 50ies-Interpretationen diverser Charthits. Man muss sich nur dran gewöhnen, dass man von selbigen dann auch ständig Ohrwürmer hat. Also von Charts, auch wenn man denen sonst oft wenig abgewinnen kann. (ich sag nur 2 Wochen lang „Umbrella-ella-ella-e-e-e-e…“)
Und Gelesenes gabs auch auf die Ohren: Das Hörbuch von „About a boy“. Nur kann ich beim besten Willen nicht sagen, warum mir nach 3 von 4 CDs irgendwie die Puste ausging.

Ach und gleichzeitig auf Ohren und Augen gabs dann vorgestern auch noch. Und zwar ganz ohne (dazwischengeschaltete) Medien. Nur durchs Fenster zu hören und zu sehen, als es nämlich ganz fürchterlich auf der Kreuzung vor meinem Fenster krachte. 2 Autos mit Totalschaden, keine Verletzte, viele Geschockte und hoffentlich zwei von der Raserei geheilte Idioten.

Glaubensfrage?

Die Frau B. ist eine ganz hartgesottene Christin. Hardcore-Christin würden es wohl die ein oder anderen bezeichnen. So mit allem drum und dran. Dem sonntäglichen Kirchengang, mindestens jeden Abend beten, kein Sex vor der Ehe und sogar mit der Abgabe des Zehnt (und das freiwillig, weil freie Kirchengemeinde und deswegen nicht die übliche Kirchensteuer).

Die Frau B. ist verheiratet und wurde vor einiger Zeit schwanger. Während der Schwangerschaft wurde ihr Mann schwer krank. Seine Nieren arbeiten nicht mehr richtig. Seine Nierentätigkeit liegt jetzt nach langem Krankenhausaufenthalt und dank Medis bei ca. 10%. Die Frau B. ist sehr gläubig, das hat sie mir in vielen Gesprächen immer wieder gesagt. Sie glaubt an einen lenkenden Gott, an einen gütigen Gott, an einen, der einem nur das aufbürdet, was man auch tragen kann und das eben jener Gott einem beim Tragen dieser Bürden stützt.

„Wenn das Kind nicht wäre, hätte ich ihn schon längst verlassen.“ sagte sie unlängst.

Klarsichtfolie

Eben durch Zufall von der erotischen Fantasie mancher Menschen gehört, den Partner in Klarsichtfolie vorzufinden. Hm.

Mal abgesehen davon, dass ich persönlich da nicht viel erotisches dran finden kann, muss ich bei dem Bild spontan an eine meiner Lieblingsszenen aus „Grüne Tomaten“ denken, in der sich Kathy Bates in ebensolche Folie hüllt:

(ab Minute 6:53)

Alle Handys auf den Müll

Ein Mann, der mich nach meiner Telefonnummer fragt, wird mich zu 90%iger Wahrscheinlichkeit nicht anrufen, weil er sich spätestens eine Stunde nachdem er aus meinem Bannkreis verschwunden ist, fragt, welcher Teufel ihn denn da geritten haben mag.

Und obwohl ich das weiß, sind da ja noch die übrigen 10%, die mich immer wieder hoffen machen. Und die mich dann letztendlich irgendwie traurig daheim sitzen lassen. Und die mir mit zischender Stimme ins Ohr spucken, dass ein puristisches Leben ohne Telefon und Co. mich vor solchen Abenden bewahren würden.

Achso und was das mit den Pferden angeht: Der Ausflug/das Experiment wurde aufgrund von Wetter verschoben. Die Beantwortung der Überlebensfrage steht also noch aus…