Hach, ich weiß ja nicht

Die Sommergrippe hat die Kurve nicht gekriegt und hat mich voll erwischt. Und morgen is mein Urlaub vorbei. Arbeiten gehen oder nicht? Krank schreiben lassen und die Kollegen hängen lassen? Oder durchkämpfen und unter Umständen völlig zu Boden gehen?
AlsSchichtleiter überlegt man da doppelt. Denn da sind nur noch 3 weitere Schichtleiter, die das dann ausbaden müssen. Und eigentlich bin ich ja immer noch nicht wirklich Schichtleiter. Bloß ne 40-Stunden-Kraft mit Schlüsselgewalt. Ansage ist, dass ich den offiziellen Vertrag zum 1.8. bekomme. Ob das allerdings wirklich eintrifft…da bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Und irgendwie…hach, ich weiß ja auch nicht. Irgendwie bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich das wirklich will. Denn neben Schichtleiter sein gibt es nicht mehr viel. Zeit mein ich jetzt und anderes als Arbeit. Und Systemgastronomie ist dann doch irgendwie immer noch Systemgastronomie. Ich befürchte immer noch, dass es mir die Freude an der Gastro verderben wird über kurz oder lang. Aber vielleicht sieht das alles grade nur ein wenig düster aus, weil ich Urlaub hatte und der sich viel zu kurz anfühlt und weil ich krank bin und weil ich zurzeit einfach gerne ein wenig mehr Zeit hätte für mich und die Dinge, die mir Freude bereiten. Aber was man auch sehen muss: Eine Menge mehr Verantwortung und viel mehr Stress, wesentlich weniger Zeit und das alles für nur 50 Euro mehr im Monat. Ist es das wirklich wert, frage ich mich immer und immer wieder. Aber ich kann soviel lernen, sag ich mir dann jedesmal. Für später, für meine Pläne, für meinen eigenen Betrieb. Aber ist das wirklich so? Scheue ich denn wirklich die Arbeit und das völlige Aufgehen im meinem Job? Eigentlich nicht. Aber es ist eben nicht mein Baby. Ich schufte für andere und bekomme noch einen auf den Deckel. Und ich muss mich nicht vor mir selber verantworten. Das ist der Unterschied. Aber ist das die Schule, durch die jeder durch muss? Oder geht es auch ohne? Darf ich Nein sagen? Mein Bauch sagt schon seit meiner ersten Schicht, die ich alleine geführt habe „Nein“. Mein Kopf und viele um mich rum sagen „Ziehs durch“. Was tun, sprach Zeus? Rede ich mir die Ganze Sache zwischendurch bloß gut, weil ich rechfertigen muss, dass es ungehörig wäre, als Studienabbrecherin eine Beförderung abzulehnen? Oder rede ich mir das alles bloß schlecht, weil ich nicht in der Lage bin, etwas durchzuziehen? Ist das symptomatisch für mich? Oder ist es einfach so, dass ich so viele Dinge aufgegeben und abgebrochen habe, weil ich ein sehr genaues Gespür dafür habe, wenn etwas nicht richtig für mich ist? Alles geht so verdammt schnell. Und ich komm gar nicht so richtig hinterher.  

Vielleicht sollte ich mir endlich eine Frist setzen? Vielleicht diese Woche noch und dann entscheiden und dann hinter dieser Entscheidung stehen? Wir werden sehen…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s