Monatsarchiv: Juli 2008

Und außerdem…

…fühl ich mich wie Winter!?!?! Geht das noch jemandem so? Am Wochenende bei meiner Mutter auf dem Lande gewesen, da war die Heizung aus (is schließlich Juli), aber der Wind war kalt und die Feuchtigkeit zog einem so richtig deftig bis in die letzten Winkel eines jeden Knochens. (Möglicherweise, aber auch nur möööglicherweise bin ich deswegen heute krank) Ich hab gefroren! Und irgendwie ist gefroren noch nichtmal der richtige Ausdruck um annähernd zu beschreiben, wie kalt mir war. Ich saß mit Fleecejacke über der Kapuzenjacke mit Decke um die Beine am Küchentisch und habe nachgeschaut, ob man meinen Atem schon sehen kann. Dem nicht genug, fahre ich heim, werd krank (was gefühlsmäßig immer noch in den Winter gehört. Was hat eine Erkältung im Sommer zu suchen?) und wie ich so krank vor dem Fernseher liege, kommt auch noch bei beinahe jeder Serie, in die ich zappe, die obligatorische Weihnachtsfolge. Beim kurzatmigem Einkaufen mit laufender Nase dann lauter winterliche Hausmannskost in den Wagen geladen. Daheim nur mit dicken Socken, Jogginganzug (der nicht so hässlich ist, wie das Wort suggeriert, denn er ist braun und kuschelig und nicht neonfarben und aus Plastik) und dickem Halstuch unter der Decke vorzufinden und um ehrlich zu sein, hätts mich in keinster Weise gewundert, wenn es angefangen hätte zu schneien.

Wie soll ich denn damit klar kommen, wenn sich der Sommer jetzt doch plötzlich nochmal aufbäumt??

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Hach, ich weiß ja nicht

Die Sommergrippe hat die Kurve nicht gekriegt und hat mich voll erwischt. Und morgen is mein Urlaub vorbei. Arbeiten gehen oder nicht? Krank schreiben lassen und die Kollegen hängen lassen? Oder durchkämpfen und unter Umständen völlig zu Boden gehen?
AlsSchichtleiter überlegt man da doppelt. Denn da sind nur noch 3 weitere Schichtleiter, die das dann ausbaden müssen. Und eigentlich bin ich ja immer noch nicht wirklich Schichtleiter. Bloß ne 40-Stunden-Kraft mit Schlüsselgewalt. Ansage ist, dass ich den offiziellen Vertrag zum 1.8. bekomme. Ob das allerdings wirklich eintrifft…da bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Und irgendwie…hach, ich weiß ja auch nicht. Irgendwie bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich das wirklich will. Denn neben Schichtleiter sein gibt es nicht mehr viel. Zeit mein ich jetzt und anderes als Arbeit. Und Systemgastronomie ist dann doch irgendwie immer noch Systemgastronomie. Ich befürchte immer noch, dass es mir die Freude an der Gastro verderben wird über kurz oder lang. Aber vielleicht sieht das alles grade nur ein wenig düster aus, weil ich Urlaub hatte und der sich viel zu kurz anfühlt und weil ich krank bin und weil ich zurzeit einfach gerne ein wenig mehr Zeit hätte für mich und die Dinge, die mir Freude bereiten. Aber was man auch sehen muss: Eine Menge mehr Verantwortung und viel mehr Stress, wesentlich weniger Zeit und das alles für nur 50 Euro mehr im Monat. Ist es das wirklich wert, frage ich mich immer und immer wieder. Aber ich kann soviel lernen, sag ich mir dann jedesmal. Für später, für meine Pläne, für meinen eigenen Betrieb. Aber ist das wirklich so? Scheue ich denn wirklich die Arbeit und das völlige Aufgehen im meinem Job? Eigentlich nicht. Aber es ist eben nicht mein Baby. Ich schufte für andere und bekomme noch einen auf den Deckel. Und ich muss mich nicht vor mir selber verantworten. Das ist der Unterschied. Aber ist das die Schule, durch die jeder durch muss? Oder geht es auch ohne? Darf ich Nein sagen? Mein Bauch sagt schon seit meiner ersten Schicht, die ich alleine geführt habe „Nein“. Mein Kopf und viele um mich rum sagen „Ziehs durch“. Was tun, sprach Zeus? Rede ich mir die Ganze Sache zwischendurch bloß gut, weil ich rechfertigen muss, dass es ungehörig wäre, als Studienabbrecherin eine Beförderung abzulehnen? Oder rede ich mir das alles bloß schlecht, weil ich nicht in der Lage bin, etwas durchzuziehen? Ist das symptomatisch für mich? Oder ist es einfach so, dass ich so viele Dinge aufgegeben und abgebrochen habe, weil ich ein sehr genaues Gespür dafür habe, wenn etwas nicht richtig für mich ist? Alles geht so verdammt schnell. Und ich komm gar nicht so richtig hinterher.  

Vielleicht sollte ich mir endlich eine Frist setzen? Vielleicht diese Woche noch und dann entscheiden und dann hinter dieser Entscheidung stehen? Wir werden sehen…

Des Loewenzahns neue Kleider

Mein erstes selbst geschneidertes Kleid ist fertig. Seit 2 Tagen. Fotos kommen vielleicht noch. Gestern das Kleid spazieren geführt, tanzen gewesen, fröhlich gewesen, blöde Situationen gut gemanagt und einfach so in Wohlgefallen aufgelöst. Was ein unerwartetes strahlendes Lächeln und ein Winken so beim Gegenüber bewirken kann…muss ich mir merken. Kostet auch wesentlich weniger Energie als sich zu verteidigen oder gar den Angriff als die beste Verteidigung zu wählen.

Radler für mich entdeckt. Aber das mit Sprite, nicht das mit Fanta. Lecker is das. Und läuft viel zu gut. Bis um 3 Uhr früh ausgelassen wie schon lange nicht mehr getanzt und mich einfach nur gefreut, das Leben genossen, ein wenig geflirtet, eine Rose geschenkt bekommen, einfach so. Von einem fremden Mann mit dem ich kein Wort gewechselt hatte, mit einem strahlenden Lächeln und einem offenen Blick überreicht bekommen. Ohne Gegenleistungen. Der Abend gehörte mir. Und dann irgendwann entglitt er mir. Einfach so. Weil ich mich getraut habe und mal wieder falsch lag. Weil ich den Blickkontakt hielt, mit dem Mann an der Bar und lächelte. Ein Lächeln, das von innen kam, weil ich einfach so glücklich war. Darüber genau zu diesem Zeitpunkt, mit diesen Menschen an diesem Ort zu sein. Weil ich nicht weggeguckt habe, wie ich es sonst immer tue. Weil er herüber kam. Und weil er nett war. Weil wir uns über Musik unterhalten haben, der schokobraune, lässige Typ aus Detroit und ich. Weil ich mich habe überzeugen lassen, mit zu ihm zu gehen und Musik zu hören und zu quatschen, wie er sagte. Und weil ich nicht auf meine Alarmglocken gehört habe, als er mir immer näher kam. Viel näher, als ich das eigentlich wollte. Weil ich doch eigentlich genau das wollte, was er vorher versprach: Musik hören und reden. Und als all mein Glücklichsein verpuffte, als ich stark genug war, das zu sagen und er sich als Opfer hinstellte. Und wie ich dann plötzlich neben mir stand und mir dabei zusah, wie ich auf diese Masche nicht reagieren konnte, obwohl mir bewußt war, dass ich manipuliert werde. Und wie ich da sitze und mich immer elender fühle und merke, dass das mit der eigenen Geschichte wirklich ein Fluch sein kann. Dass die Erfahrungen, die man macht eben nicht immer dazu führen, dass man Strategien für sich entwickelt, die gut für einen sind. Dass das leider ganz und gar nicht der Fall ist. Und wie ich ab diesem Zeitpunkt beobachte, wie ich immer wieder versuche, ihm klarzumachen, was ich eigentlich will. Und er mir die Worte im Mund rumdreht und ich es einfach nicht schaffe, zu gehen. Das Gefühl habe, dass ich nicht das Recht habe zu gehen, dass ich ihm etwas schuldig bin. Nur warum, die Antwort auf diese Frage will sich in meinem Kopf einfach nicht einstellen. Und wie er mich mit Psychotricks manipuliert und ich eigentlich genau sehe, was er da macht. Und ich eigentlich genau weiß, dass das was er sagt, was er will und das, was er tatsächlich will, zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind. Dass er sehr wohl mit mir schlafen will. Irgendwann schlafe ich ein, vor lauter Erschöpfung über den inneren Kampf. Den Kampf den meine Vernunft mit mir führt und versucht meinen Körper zum Gehen zu bewegen. Den Kampf, den mein Inneres gegen seine Worte führen muss, damit ich nicht beginne, zu glauben, was er über mich sagt. Und müde vom Alkohol und dem Tanzen, vom ganzen Abend, vom Glück und dem tiefen Fall. Und wie ich wach werde und seine Hände schon wieder überall sind. Und ich einfach zu fertig bin und zu durcheinander, um mich weiter dagegen zu wehren. Wie sich ein Teil von mir im Innersten zurückzieht und mein Kopf nüchtern wird und sich abfindet und einfach macht. Wie meine Gegenwehr einfach in sich zusammenfällt, weil ich weiß, dass der Kamof vorüber ist, wenn ich es einfach durchziehe. Und weil ich es einfach nicht hinbekomme zu gehen. Und wie ich um halb 9 in der Frühe dann doch endlich den Dreh kriege, meine Sachen zu packen und zu gehen. Nach 2 endlosen Stunde, die meine Seele und mein Körper getrennt voneinander verbracht haben. Und er tatsächlich fragt, wann wir uns wiedersehen. Und in mir alles nur fassungslos ist über diese Frage. Und wie ich ihm das nichtmal sagen kann, weil ich mich so fürchterlich fühle, mein Kopf fast platzt und wie ich 5 Minuten später auf meinem Rad sitze und nur bis zum Arbeitsplatz komme, der auf dem Weg liegt, wo ich mir eine ehrliche Umarmung hole und Wasser und eine Auszeit an der frischen Luft und nach Energie suche um bis nach Hause zu kommen. Und wie ich ein paar Stunden später zuhause in der Dusche weinend in die Knie gehe. Dass ein Abend eine solche Wende nehmen kann.

Hinterher geworfen

Was ich jetzt natülich voll vergessen hab ist, dass Törtchen Törtchen selbstverständlich auch einen Internetauftritt haben. Wer hat den heutzutage nicht. Die Adresse ist denkbar simpel, nämlich http://www.toertchentoertchen.de Aber vielleicht hab ich sie auch vergessen, weil es da noch nicht besonders viel gibt. Außer ein paar Bildchen zum Hunger bekommen…

Törtchen über Törtchen…und ne Praline hinterher

Ein paar Monaten lang lief ich im Supermarkt ständig wie ein Tiger vor dem Süßigkeitenregal hin und her. Nicht, weil ich mich davon abhalten wollte, etwas zu kaufen, aber mein Heißhunger zu groß war. Eigentlich eher, weil ich Lust auf was Besonderes hatte und mich nichts in diesem Regal wirklich ansprach.

Letztens war ich ja mit Muttern auf Vierteltour und ich deutete schon an, dass es da noch etwas zu erzählen gibt. Und zwar nämlich von dem wunderhübschen Laden „Törtchen Törtchen“!

Eher durch Zufall sind wir dahin geraten. Als ich in eine Seitengasse spähte, sah ich ein weiß-rosa Schild mit einem Muffin (siehe unten in der Fotocollage) und wußte: da musst du hin! Und kaum hab ich den Laden betreten, habe ich eine geschlagene halbe Stunde kaum etwas anderes als Laute der Entzückung hervorgebracht. Ein winziger Laden. Irrsinnig niedlich in weiß und rosa und bis ins kleinste Detail dermaßen liebevoll gestaltet, dass man gar nicht weiß, was man zuerst vorsichtig mit den Fingerspitzen berühren möchte…und sich dann doch nicht traut, aus Angst, etwas kaputt zu machen. Und was findet sich dort noch, außer einer Dekoration, die ich mir sehnsüchtig für mein Schlafzimmer wünsche? Törtchen über Törtchen, Pralinen und hausgemachtes Eis (ich sag nur Chili-Schoko und Vanille-Passionsfrucht) und Kaffee. Ein Traum! Und von allem nur grade soviel, dass man sich nicht entscheiden kann, aber wenig genug, dass man merkt, dass man vor einer ganz exquisiten Auswahl feiner Handswerkskunst steht. Jedes dieser Törtchen ist so unglaublich perfekt und hinreißend schön, dass man gar nicht weiß, ob man es wirklich essen möchte. Aber natürlich will man. Und die erste Gabel eines dieser Törtchen, macht einem die Knie weich, so lecker ist das. Und was findet sich da so? Schokotörtchen mit Minzschaum. Ananas-Kalamansischaum auf Mürbeteig. Passion white chocolate. Um nur die drei zu nennen, die ich bisher gegessen habe…Ein Traum!!

Und wenn das nicht alles schon genug wäre, sind die Menschen dort auch noch unglaublich liebenswert. Freuen sich über jeden Gast und beantworten gerne Fragen, quatschen gern ein wenig, führen einen auch liebendgerne mal durch die Backstube und stellen einem das kleine Tischchen nach draußen, damit man sein Törtchen auf der kleinen Bank sitzend in der Sonne genießen kann.

Was gibt es sonst noch zu Törtchen Törtchen zu sagen, außer: Kommst du aus Köln, aus der Nähe oder bist du mal zu Besuch, dann lass dir das nicht entgehen! Vielleicht, dass es ab nächster Woche die Sommerpralinen-Kollektion gibt. Und dass alle Produkte ohne jegliche Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und Farbstoffe auskommen.

Einmal die Woche Törtchen Törtchen steht jetzt bei mir im Terminkalender und ob ihrs glaubt oder nicht: Seitdem habe ich im Supermarkt keine Süßigkeiten mehr gekauft… Letztendlich also gut für alles drumrum. Für die Seele, für die Figur und für die Glückshormonproduktion sowieso 😀

(Törtchen Törtchen gibts übrigens dreimal in Köln: Einmal in Nippes in der Steinbergerstr., welche eine kleine Nebenstraße der Neusser Str ist, zwischen den Haltestellen Florastr und Lohsestr., einmal in der Innenstadt in der Alten Wallgasse, einer Nebenstr der Ehrenstr, kurz bevor diese auf die Ringe stößt und einmal in Rodenkirchen…aber da kann ich nix zur genaueren Lage sagen. In dem war ich noch nicht. 😉 )

(Achso und zur „Bestechung“, von der ich erzählt hatte: Der Laden führt auch Buttons. Und ich steh auf Buttons. Zu Beginn meines Besuchs sagte ich, dass ich auf jeden Fall über den Laden bloggen würde. Gegen Ende meines Besuchs wollte ich einen Button kaufen. Den bekam ich dann geschenkt, weil ich Werbung machen wollte…aber ich hätte auch ohne den Button drüber geschrieben. Ganz ehrlich!)

N wie Nordpol

Meine Wahrnehmung ist ja bekannterweise ziiiiemlich selektiv. Nachdem ein Gebäude schon seit Jahren steht oder eben nicht mehr, fällt mir das plötzlich beim alltäglichen Dran-vorbei-gehen auf. Nur mal so als Beispiel. Heute dann ein Schildchen in der kleinen Gefriertruhe entdeckt, die mich schon seit meiner ersten Wohnung, also seit 2001 begleitet und meistens eher weniger voll ist. Die Sichtung des Schildchens führte dann zur sofortigen Ziehung des Steckers. Denn was durfte ich da lesen? Energieklasse N. N! N!!!! Kein Wunder, dass meine Stromrechnung immer so wahnwitzig hoch war!! N. Wann wurde das denn zum letzten Mal hergestellt?? Meine Güte!

Mosaik

Gelöscht wie irgendwie alle, weil…naja, sie wissen schon. Das Internet ist so ein Zickenkrieg geworden und so. Hab kein Geld für ne Abmahnung…