Monatsarchiv: Juni 2008

Klopfende grüne Männchen

Ich schrub bereits, dass ich das nicht ganz so erbaulich finde, wenn mir jemand an die Scheibe klopft. Vor allem nicht, wenns draußen schon dunkel, hier drinnen aber hell ist und wenn dann nicht die Rolladen runter sind (ich muss bei dem Wort Rolladen ja immer an Essen denken und finde den Namen für diese grauen, dreckigen Dinger ganz und gar unpassend). Jedenfalls wenn die dann auch nich unten sind, mag ich das ganz und gar so überhaupt gar nicht, wenn dann jemand an mein höchsteigenes nicht geputztes Fenster klopft. Das is mir zuwenig Distanz. Zumal mir durchaus bewußt ist, dass man mich von außen ganz wunderbar sehen kann (wobei ich das auch wunderbar verdrängen kann), ganz im Gegensatz zu umgekehrt. Da ist das Kampfniveau viel zu unausgeglichen und bringt mich beträchtlich in Nachteil und macht mich entsprechend nervös. Muss ja nich sein. Mag ich nicht.

Normalerweise klopft auch bloß irgendein Witzbold ans Fenster. So im Vorbeigehen. Da passiert dann auch weiter nüscht. Bloß eben. Da klopfts einfach weiter während ich gemütlich auf dem Sofa sitze, telefoniere und mal wieder aus meinem Bewußtsein streiche, dass man mich von außen eigentlich ganz wunderbar dabei beobachten kann.

Also guck ich nach dem dritten mal Klopfen doch was genauer hin und nehme hinter der Gardine schemenhaft ein Männergesicht wahrr, was mich bittet, ihm doch die Tür aufzumachen. Also ehrlich. Es ist Mitternacht! Ich mach doch nich jedem einfach so die Tür auf! Sagte ich dann auch. Naja, fast. War dann eher so ein „Nee!“ mit Untertiteln. Die waren aber wenigstens deutlich zu lesen. Er wolle nur an den Briefkasten, sacht er. Spinnt der, denk darauf hin ich. Sagen tu ich aber „Nee, ich lass sie doch nich einfach rein. Hier wird ständig was aus den Briefkästen geklaut.“ So läuft das also, denk ich weiter. Er wolle doch nur was einwerfen, sacht er dann nochmal.

Jut, denk ich mir. Bevor der keine Ruhe gibt. Steh auf und geh mit Telefon bewaffnet zur Tür und guck ein bisschen doof aus der Wäsche als ich durch die Glastür sehe, dass es sich bei dem vermeintlichen Dieb und dreisten Fensterklopfer/durch-Fenster-Kommunizierer um einen Polizisten handelt. Sag ihm dann auch, dass ich nicht gesehen hätte, dass er von der Polizei wär. Wollt er wohl dringend was einwerfen (Vorladung? Anzeige??Was bringen denn Polizisten bitte persönlich an Post vorbei??) und niemanden mehr wecken und hat mich da so fröhlich im Licht telefonieren sehen. Soso. Ich muss gestehen, dass ich eine Sekunde lang befürchtet hatte, dass die mich nur unter einem Vorwand aus der Wohnung kriegen wollten, um mich wegen irgendwas Schlimmem festzunehmen. Im früheren Leben hab ich wahrscheinlich in einem Land gelebt, in dem man der Polizei nicht trauen konnte. Oder ich war ein Schwerverbrecher, der der Polizei nicht trauen konnte. Das würde die letzten Jahre erklären. Karma und so. Seltsam, seltsam.

Ein Streifzug

Heute endlich den lange geplanten Streifzug durch mein Viertel mit meiner Mutter gemacht! Und was soll ich sagen? Vergesst die Innenstadt! Rein ins Veedel (kölsch für Viertel für all die Fernländer und so 😉 ) So chaotisch und stressig und anstrengend und einheitsgrau die Innenstadt ist, so bunt und abwechslungsreich und spannend sind die Veedel von Köln. Wir waren in gar nicht wirklich vielen Geschäften…aber die, die wir entdeckt haben sind Gold wert. So bin ich um schönen Schmuck, eine niedliche braune Häkelmütze, T-Shirts und einen tollen Rock reicher.

Aber die tollste Entdeckung bekommt einen eigenen Eintrag. (Gut, ich wurde auch ein wenig bestochen…aber das erklär ich dann 😀 )

Die Mischung machts

Die äußerst ungewohnte Farbe der Wolken am Himmel gepaart mit dem bedrohlichen Grummeln, was seinen Ursprung wohl irgendwo dahinter hat, bereitet mir ein denzent mulmiges Gefühl. Bin ja nich so der Gewitterfreund. Und meine Fernsehsender gehen auch alle paar Minuten flöten. Und ich hab Kabelanschluss?!

Und Hunger hab ich auch. Aber das hat eher nichts mit dem anderen zu tun. Verstärkt aber das Magengefühl noch zusätzlich.

Frisör-Maleur

So schlimm wie jetzt grade sah ich das letzte Mal mit 14 aus, als ich vom Frisör kam. Damals hatte ich plötzlich ungewollt einen Macki/Mäcki (wie schreibt mans denn?)

Diesesmal wollte ich eigentlich ein Caramellblond und einen lockigen Sommerschnitt. Das Resultat ist nach mehrmaligem Färben (weil die Tussi sich geweigert hat, mir das Schwarz rauszuziehen und mir die Haare stattdessen aus  Blödheit einfach mal herbstahornblattrot gefärbt hat…natürlich nur am Ansatz, der Rest war ja noch schwarz) nun ein dunkelrot-lila-schwarz und mein Schnitt erinnert ein wenig an eine Mischung aus Großtante und Auf-dem-besten-Weg-zur-Kampflesbe-ohne-Geschmack.

Nee, ich bin begeistert. Eben vorm Spiegel auch mal fein ein Ründchen geheult. Super auch, dass ich am Tag ca. 800-1000 Gäste vor mir hab…Verstecken is also nicht. Da muss ich dann jetzt wohl durch…

Ich möchte Mitleid bitte. (Falls das jetzt nicht ersichtlich gewesen sein sollte… 😉 )

Glück gehabt

Glück gehabt würd ich mal meinen. Über Umwege bin ich grade auf diesen Post vom Assistenzarzt gestoßen.

Und was soll ich sagen? Ich bin eins der Homöopathie-Kinder, welches nicht geimpft wurde. Und ich hatte die Masern. Mit 16. (Überflüssig zu sagen, dass ich natürlich auch keine Antibiotika bekam.) Da bin ich ja froh, dass ich das ohne bleibende Schäden überstanden hab. Gibt auch kaum eine Krankheit, an die ich mich so gut erinnere wie an die, weils schlicht echt heftig war. Eins ist klar: Meine Kinder wrden geimpft.

Pendelei

So langsam pendelt sich der Haussegen auf der Arbeit wieder ein. Meine Chefin hat wohl meine Zweifel gewittert. Die, die ich an mir selber und die, die ich an der Stellung an sich gehegt hab, seitdem ich mit der Ausbildung angefangen hab. Jedenfalls nahm sie mich heute beiseite und hat mir so einiges gesagt, was mich wieder aufgebaut hat. Und wenn man dann plötzlich von der sehr kritischen Chefin zu hören bekommt, dass das gesamte Management schon nach meiner ersten Woche als Barista der Überzeugung war, dass ich für eine Karriere beim grünen Kaffeehaus wie gemacht bin und dass ich mich bisher super schlage als Schichtleiterin, dann stellt das doch den inneren Frieden wieder her, muss ich sagen. Frau Chefin wohnt bei mir um die Ecke (und zwar buchstäblich) und auf dem Heimweg meinte sie dann noch, dass Schichtleiter nur ein Anfang ist. Dass sie auch davon ausgeht, dass ich irgendwann mein eigenes Kaffeehäusle leiten würde. Sofern ich das wollen würde natürlich.

Und jetzt sitze ich hier und merke, dass die Freude über meine Arbeit langsam wiederkommt und dass ich vielleicht endlich mal mein altes Muster durchbrechen kann. Dass ich eben nicht aus Selbstzweifeln und Angst alles abbreche, was mich weiterbringen könnte. Und ganz ehrlich? Is schon ein ziemlich cooler Gedanke, dass ich vielleicht in 1-2 Jahren Assistant oder gar Store Managerin sein könnte…Mal schauen, was so ein mögliches Ziel mit meiner Motivation anstellt *g*

What the fuck…?

Auf dem Weg zur Arbeit glücklich regitriert, dass das Großbrief mit den 100 verschiedenen bei Ebay ersteigerten Knöpfen heute in meinem Brifekasten gelandet ist. Da ich spät dran war, nur eine kleine Tasche dabei hatte und überhaupt, hab ich den Brief im Kasten gelassen…

Als ich eben heim kam, mich drauf gefreut, sie auszupacken und die Vielfalt zu bestaunen…

Tja, irgendein asozialer Wichser von Nachbar hat mir tatsächlich den Brief aus dem Kasten geklaut. Ich mein…gehts noch?? Fremder Leute Post? Pakete von Nachbarn einfach wegnehmen??? Ich bin sooooo sauer, dass ich gar nicht weiß, was ich machen soll! Hab jetzt nen wütenden Zettel in die Tür gehangen. Würde ja zur Polizei gehen, wenn ich auch nur ansatzweise das Gefühl hätte, dass mir das was bringen würde… 😦 Wie gemein! Argh!