Monatsarchiv: Dezember 2007

Once more with(out) feeling

Ich hab mich schon lange nicht mehr so unweihnachtlich gefühlt wie dieses Jahr. Irgendwie krieg ich heuer keinerlei Bezug zu diesem Fest. Ich habe tatsächlich keinerlei Geschenk verschenkt. Nicht ein einziges. Trotz Weihnachtsbaum und Lichtern und allem war der Tag gestern und heute auch wie jeder andere Tag im Jahr. Und bei meinem Geburtstag wars ähnlich. Und es kommt noch seltsamer: Es stört mich nichtmal wirklich.

Vielleicht ist es eine Abschottungsreaktion, eine seltsame. Geburtstag, Weihnachten, Silvester. Alles Tage an denen ich mir Gedanken mache. Über das was war, was ist und was wird. Und mit zuviel Gefühl im Bauch zu all dem würde ich mich wahrscheinlich in einer Ecke zusammenrollen und bloß noch weinen. Und dann auch noch die Ankündigung meiner Mutter im Hinterkopf von vor ein paar Wochen, dass wir nächstes Jahr wohl nicht zusammen feiern. Sie wollen wegfahren oder -fliegen oder Weihnachten einfach zu Hause ausfallen lassen. Keine Lust mehr auf diesen Stress sagt sie. Keine Lust mehr auf Weihnachten. Ihre Entscheidung, völlig in Ordnung. Wenn da nicht der Gedanke wäre, dass ich dann an Weihnachten ganz alleine bin. „Kriegste Asyl bei uns, bei uns is immer Platz“, sagt der große Mann. Aber das ändert irgendwie nichts an der Tatsache, dass sich Weihnachten ohne eine Liebe schon schlimm anfühlt in meinem Alter. Aber auch noch ohne Familie? Wobei wahrscheinlich auch irgendwann das Alter kommt, an dem sich Weihnachten bei der Familie ohne Liebe noch schlimmer anfühlt als einfach daheim bei der Katze zu bleiben…

Feststellung: Auch das Gefühl zum Single-Dasein verändert sich mit dem Alter. Ich mag noch nicht von Torschlusspanik sprechen, einfach weils so wenig mit Panik zu tun hat…aber sie wissen, was ich meine 😉

Oh fuck…bekomm ich etwa so langsam den „Ich geh auf die 30 zu“-Blues???

Wie mach ich das bloß?

Ich weiß ja nicht, wie ich das immer wieder hinbekomme…Gestern abend, als die Eltern schon im Bett waren, wollte ich noch ein wenig DVD schauen. Dafür muss man im mütterlichen Zimmer allerdings irgendwelche Kabel umstecken. Ich weiß aber nicht welche. ‚Gut,‘ dacht ich, ‚kann ja so schwer nich sein‘

Also Receiver nach vorn gezogen, Stecker gezogen, anders überlegt, Stecker wieder reingedrückt. Und? Jetzt funktionierts nimmer. ??????!?!?!?!?! Ich raff das nich…

Eine Katze auf Reisen

Ich wollte das Tierchen noch angemessen würdigen. Denn – und das muss ich hier mal in aller Bescheidenheit sagen – meine Katze ist die beste Katze der Welt. Denn auf der Fahrt war sie nur die ersten 20 Minuten ein wenig unruhig und wußte nicht so recht, wie ihr geschah. Aber dank Rescue-Tropfen hat sie die restliche Fahrt (die nicht eben kurz war dank der Wetterverhältnisse) und auch einen Autowechsel absolut ruhig und gelassen mitgemacht.

Und kaum kommen wir hier an, schreitet sie völlig gelassen ihr neues Revier ab. Meine Eltern sind toll. Und wir fühlen uns hier beide richtig willkommen. Ich kann kaum in Worte fassen, wie erleichtert froh ich bin. Endlich mal wieder ein Weihnachten, das ich entspannt bei meinen Eltern verbringen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, weil die Katze allein daheim ist. Toll!

Last-Minute

Ja, ich gebs zu. Ich gehöre zu den Menschen, die heute noch ohne ein einziges Geschenk dasitzen. Und das einzige, das ich sicher hatte, hab ich versemmelt. Die Lieblingsserie meiner Eltern wird nie auf DVD erscheinen. Also hab ich mir die auf den Rechner organisiert und wollte sie ihnen brennen und eine schöne Box drumrum basteln und so. Und was schaff ich? Die falschen Rohlinge zu kaufen. $@!!?%$§!!!! Gut, tausch die halt um wird jetzt manch Ahnungsloser da sagen. Haha! Wenn ich nicht bei Eltern wäre. Was bedeutet auf dem tiefsten Land zu sitzen. Und wenn meine Eltern nicht jeweils mit ihrem Auto unterwegs wären und ich hier festsitzen würde… Ich glaube, die Geschenke fallen dieses Jahr aus…oder kommen später 😦

 

Das Sorgentier

Also das bin ich. Das Sorgentier par excellence. Und worüber mach ich mir heute Sorgen? Dass das mit dem Katzentier alles schlimm wird. Schon was die Fahrt angeht. Uijeh. Das letzte Mal hatte ich ihr Beruhigungsmittel vom Tierarzt gegeben. Das fand ich aber ganz fürchterlich und ich glaub, da sind das Tier und ich einer Meinung. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass sie genausoviel Angst hatte wie ohne, nur dass sie körperlich voll lahmgelegt war. Kein schöner Anblick, da zerreißts einem glatt das Herz. Ich werd die Pillen wohl morgen mitnehmen, es aber erstmal mit Rescue- und Baldriantropfen versuchen.

Naja, und damit hört das Problem ja noch nicht auf. Denn dann für 3-4 Wochen im Haus meiner Eltern. Die noch nie besonders gut mit Tieren konnten. Schlicht weil sie nicht gut damit können, wenn ihnen etwas den gewohnten Ablauf kaputt macht. (Kein Wunder, dass ich so verkorkst bin) Nunja, jedenfalls mach ich mir nicht wenig Sorgen, dass das alles ganz fürchterlich schief geht. Dass die Katze sich unwohl fühlt. Dass sie was kaputt macht. Dass meine Eltern die Vollkrise kriegen. Dass ich die Vollkrise krieg. Dass meine Eltern nicht gut genug aufpassen und sie rausläuft.

Naja, immerhin scheint sie die letzte Fahrt völlig verdrängt zu haben. Denn kaum stell ich den (kurz nach der Hinfahrt völlig verhassten) Transportkorb ins Zimmer, liegt sie schon wieder völlig entspannt drin und pennt. Hm, vielleicht denkst sie auch, es geht wieder zurück in die Bonner Wohnung. Sie findets hier nämlich auch blöd.

Olfaktorisches Weihnachten

Ich wohne sowas von mitten in der „Stadt“, dass mir hier Waffel-/Glühweingeruch reinweht, sobald ich das Fenster einen Spalt öffne. Da krieg ich glatt Lust auf ein Bier. Hä?

 

Jetzt aber Shell…

Nu hab ich doch wieder so lang gewartet. Mit dem Bewerbungen schreiben. Aber naja, heute war ein richtig guter Tag. Hab schon 4 richtig gute, individuelle Bewerbungen an 4 Top-Firmen fertig (und das innerhalb von 4 Stunden, ich find, das is ein ziemlich guter Schnitt). Bei allen vieren würde ich mit Jubelgeschrei anfangen. Und da sind nochmal locker 4 bei denen das genauso ist. Nu muss ich morgen nur ganz dringend nach Jena. Zum einen hab ich noch kein einziges Weihnachtsgeschenk und zum anderen brauch ich noch anständige Bewerbungsfotos. Und dann fahr ich ja morgen schon wieder zurück. Diesmal mit Katze. Oha, das wird alles schon wieder so fürchterlich stressig…Naja, besser als lethargisch vorm TV zu liegen ists allemal! 😀

Totenköpfe

Da sag ich mir schon die ganze Zeit, dass ich den Totenkopf-Trend auf keinen Fall mitmache. Und dann das. Da schenken mir Franziska und Nina einfach zum Geburtstag eine Totenkopf-Tasche. Und was soll ich sagen? Sie ist toll *seufz* Sie rutscht nicht von der Schulter, sie hat die perfekte Größe, sie hat genau die richtige Anzahlt Taschen…und irgendwie gefällt mir ihr Look. Manchmal hat man halt einfach keine Wahl…

Filmfreaks

Ein Geburtstags-/Weihnachtsgeschenk ist grade eingetrudelt. Es lohnt sich eben doch, ein nerdiger Filmfreak zu sein. Siehe da:

Auf dem beiliegenden Kärtchen steht „Für Deine zahlreichen Filmbewertungen und Filmkritiken möchten wir uns […] bedanken.“ Gern geschehen. (Eigentlich wärs an mir, mich bei moviepilot zu bedanken. Denn bei der Bewertung von bisher 1347 Filmen und beim Schreiben von 62 Kommentaren hab ich mir super die Zeit vertrieben.)

Moviepilot ist toll! Die beiden ersten Bourne-Teile und 3 Buttons. Ich liebe ja Buttons. Als die aus dem Umschlag fielen hab ich auch mal kurz begeistert aufgequikt.

Programmvielfalt

Kommt nur mir das so vor oder hat die ARD in letzter Zeit dauernd irgendwelche deutschen Spielfilme mit dem Wort „Afrika“ im Programm? Und immer, ja wirklich immer, ist in diesen Filmen dann die nervige Vollweib-Schauspielerin Christine Neubauer zu sehen. Vorzugsweise in der Hauptrolle. Meistens ist sie dann eine alleinerziehende Mutter/Witwe, die einen Arzt ohne Grenzen kennenlernt. Oder aber sie ist die Ärztin ohne Grenzen und lernt einen alleinerziehenden Vater/Witwer kennen. Oder so…

Gibt doch noch andere Länder…und vor allem andere Schauspielerinnen UND es gibt noch viel mehr Geschichten auf der Welt. Pff. Ich fühle mich niveaumäßig ein wenig unterschätzt von unsrem feinen Ersten.