Monatsarchiv: September 2007

Wasser

Als Rhein-Kind ist man ja schon arg verwöhnt. Der Rhein ist kein Fluss, der Rhein ist ein Strom. Wenn man sich das bewußt macht, ists auch nicht so enttäuschend, an Gewässern zu stehen, die manch einer der den Rhein nicht gewöhnt ist, als Fluss bezeichnet. „Wieso Fluss? Wo? Ich seh hier keinen Fluss. Ich seh nur nen etwas größeren Bach“,denkt man sich da und schaut ein wenig verwirrt auf das Rinnsal.

Als ich nach Marburg gefahren bin, weil ich noch dachte, dass ich dorthin gehen würde, hab ich mich gefreut, dass Marburg an einem Fluss liegt. Städte müssen am Wasser sein, am liebsten an fließendem. Wie enttäuschend war da der erste Blick auf die Lahn!

In Jena war ich dann schon vorbereitet. So bot mir der Anblick der Saale wenig Überraschung. Nun bin ich mal gespannt auf die Ilm. Die ist nämlich von meiner neuen Wohnung aus nur ca. 600 Meter entfernt. Klein ist die wahrscheinlich. Solang die allerdings schön ist, solls mir egal sein. Hauptsache Wasser 😀

Und da ich ja in die Goethe-Stadt ziehe, hier schonmal eine kleine Impression der Ilm aus der Johannschen Feder (nur ein kleiner Auszug aus „Die Ilme“)

Will ein Reisender mich sehen
Wie die Donau, wie den Rhein,
Ich versteck´ mich, lass ihn gehen,
Denn ich bin doch gar zu klein.

Das klingt doch schonmal ganz süß. Den Rhein werd ich wohl dennoch vermissen.

Das letzte Mal

Bei so vielen Sachen geht mir im Moment durch den Kopf: „Das letzte Mal“. Dabei sinds gar nichmal alles Sachen, die ich wirklich zum letzten Mal mache. Aber doch zumindest für eine Weile oder in der Konstellation oder der Umgebung oder auch einfach das letzte Mal, wo ich noch hier wohn.

Gestern das letzte Mal mit dem großen Mann im Kino gewesen. Zwar leider nicht im Lieblingskino, weil wir uns auf einen Film eingeschossen hatten der da nich lief (Wächter des Tages), aber Kino. Heute das letzte Mal mit dem großen Mann und der Andrea im Stammpub ein Kölsch-Cola getrunken. Am Dienstag letzten Videoabend mit dem großen Mann. Das letzte Mal Tee trinken mit Nica. Anne ihre Bücher wiederbringen. Das letzte Mal mit der helfenden Mama im Fellinis Essen gewesen. Das letzte Mal mit der Anna im Havanna aufn Latte getroffen. Das letzte Mal in die Innenstadt gefahren. Das letzte Mal…

Der Abschied vom großen Mann fällt schwer. Allerdings nicht so schwer wie ich dachte. Aber ich befürchte, das liegt einzig und allein daran, dass die Tatsache, dass ich bald weg bin, noch gar nich WIRKLICH zu mir durchgedrungen ist. Wahrscheinlich wirds sogar so sein, dass mir die Tragweite dieser Entscheidung erst nach einiger Zeit in Weimar so wirklich bewußt wird.

Doch!

Ok, jetzt fühl ich mich frei. Auch StudiVZ gehört der Vergangenheit an. 

Jetzt bleibt nur noch der Blog. Löschen oder nicht?

 

 

Nein, natürlich nicht! 😉  Das wär ja … das is doch meine Erinnerungsmöglichkeit. Hab doch ein Gedächtnis wie ein Sieb… den Blog würde ich allerhöchstens „nicht-öffentlich“ machen. Hm, geht das überhaupt?

Wütend

Darüber, wie erbärmlich manche Menschen sich verhalten. Darüber, wie erbärmlich ich mich verhalte und fühle. Darüber, dass ich mich einfach nicht dran gewöhne, beschissen behandelt zu werden. Darüber, dass mich solcher Schwachsinn immer so aus der Bahn wirft.

Ich bin raus

Nachdem ich schon wieder ne beschissene Erfahrung mit web 2.0 gesammelt hab, habe ich grade eben kurzentschlossen  alle meine Profile bei den diversesten Flirt- und Community-Seiten gelöscht. Außer StudiVZ. Das war aber eh nie zum flirten und Leute kennenlernen, sondern eher zum  Leute wiederfinden. Zumindest für mich…und das is ungefährlich.

Ich glaube, es ist gar nicht so verkehrt, dass ich in Weimar fürs erste kein Internet hab. Zusammen mit dem Entsorgen des Fernsehers besitzt diese neue Enthaltsamkeit gehöroges Potential endlich mal neu im Real Life zurecht zu kommen. Leben, du kriegst mich wieder. Mal schauen, was wir draus machen…

Ausgelagert

Gedankenund Bilder zum Umzug? Finden sich jetzt hier: Exil Ost

Ein Experiment…mal schauen, ob ichs beibehalte…

Wortkarg

Sag es mit nur einem Wort!

1.) Wo ist Dein Handy? Sofa
2.) Dein Partner? Zukunftsmusik
3.) Deine Haare? Zerzaust
4.) Deine Mama? Lieb
5.) Dein Papa? Zerstreut
6.) Lieblingsgegenstand? Laptop
7.) Dein Traum von letzter Nacht? Umzug
8.) Dein Lieblingsgetränk? Wasser
9.) Dein Traumauto? Bully
10.) Der Raum in dem Du dich befindest? Wohnküche
11.) Dein Ex? Traurig
12.) Deine Angst? Sterben
13.) Was möchtest Du in 10 Jahren sein? Mutter
14.) Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? Mama
15.) Was bist Du nicht? Schlank
16.) Das letzte was Du getan hast? Gehustet
17.) Was trägst Du? Schlafanzug
18.) Dein Lieblingsbuch? Viele
19.) Das letzte was Du gegessen hast? Salamibrötchen
20.) Dein Leben? Verwirrend
21.) Deine Stimmung? Müde
22.) Deine Freunde? Beschäftigt
23.) Woran denkst Du gerade? Wortbegrenzung
24.) Was machst Du gerade? Liegen
25.) Dein Sommer? Aufregend
26.) Was läuft in Deinem TV? Nichts
27.) Wann hast Du das letzte Mal gelacht? Eben
28.) Das letzte Mal geweint? Freitag
29.) Schule? Vorbei
30.) Was hörst Du gerade? Rasenmäher
31.) Liebste Wochenendbeschäfftigung? Freunde
32.) Traumjob? Musik
33.) Dein Computer? Langsam
34.) Außerhalb Deines Fensters? Baugerüst
35.) Bier? Lecker
36.) Mexikanisches Essen? Scharf
37.) Winter? Super!
38.) Religion? Ja
39.) Urlaub? Stressig
40.) Auf Deinem Bett? Schnuffeldecke
41.) Liebe? Jaja

 [via]

Ums mal mit Zero-Worten zu sagen

Nein, nicht ohne Worte, sondern Zero-Werbe-Worte:

Es geht mir gut! Es geht mir gut! 😀

Auch wenn ich hier jetzt was schreibe, was die Männerwelt durchaus gegen die Frauenwelt – oder zumindest gegen mich – verwenden kann. Des Krises-Rätsels Lösung war tatsächlich meine Periode. Pff, hätt mir ja auch mal vorher jemand sagen können…

Auf jeden Fall drücke ich mich ein wenig vor dem Packen und stöbere deshalb durch Blogs. Und dabei hat sie hier mir ein Stöckchen an den Kopf geworfen. Da ich das aber schon mal hatte, hab ich das aus meiner Tasche hervorgekramt und halt ihr das mal vor die Nase: Da. 😉 War übrigens am 22. Mai. Stöckchen sind also eigentlich Boomerangs mit einer seeeeeehr langen Flugzeit.

Nochmal so nebenbei bemerkt: Wie ich gestern erfahren hab, kann es sein, dass ich in Weimar weder mein Bett in die Wohnung bekomme (alles so alt und klein) noch Internet habe. Sollte sich beides bewahrheiten, muss ich mir aber ernsthaft überlegen, ob ich in der Wohnung lange bleibe, oder doch lieber weitersuche…

Ach so

Seit 2-3 Tagen versteh ich mich nich so recht. Die ganze Zeit hab ich mich auf den Umzug gefreut und nun plötzlich gehen mir nur fiese Gedanken durch den Kopf und ich überlege, was nur mit mir los ist. Habe die wildesten Vermutungen und vergesse dabei, einfach mal innezuhalten und genauer hinzuschauen.

Denn eigentlich isses ganz einfach. Ich bin traurig. Nicht mehr und nicht weniger. Und dass niemand da ist, der sich meine Traurigkeit anhört und vielleicht mit mir teilt, macht mich irgendwie noch trauriger. Jemand der diese Traurigkeit, wenn man etwas hinter sich lässt, vielleicht kennt. Oder auch jemand, der meine Traurigkeit teilt, weil er auf der anderen Seite der Trennung steht.

Alleine traurig sein ist deprimierend. Alleine Abschiedsschmerz haben ist, als wären alle froh, dass man geht oder als würden sie es nicht mitbekommen, dass man geht. Da muss man aufpassen, dass man nicht auf ganz seltsame Sachen kommt.

Boooooring

Hmpf. In 9 Tagen zieh ich um und kein Schwein hat Zeit für mich. Nichmal telefonieren will hier wer…ich erreich niemanden. Mir is langweilig. Und ich hab Kontaktbedürfnis. Ich würd grad gern noch sowas wie Pff oder Pöh oder so dahinter setzen. Aber mir fällt beim besten Willen nichts ein, was meine Enttäuschung und meine Rastlosigkeit auch nur annähernd deutlich machen könnte…