Monatsarchiv: Juli 2007

Händchen

Ich hab kein Händchen mehr. Aber ich weiß nicht warum?!

Normalerweise wird aus dem Mauszeiger eine Hand wenn sie über einen Link kommt, aber seit ein paar Tagen ist dem nicht mehr so…was mich sehr irritiert. Vor allem, weil das nur in meinem Standardbrower Oper nicht mehr funktioniert. Im IE und in Windows und Co. ist das Händchen sofort zur Stelle.

Ich will mein Händchen wieder. 😦 Kann mir da wer helfen?

Schnauze

Ich mag SuperRTL. Weil ich den Schwamm mag und andere Kinderserien wie „die Wochenendkidz“ und „Kim Possible“ und so. Ich geb das gern zu. Aber: Ich mag die Werbepolitik von SuperRTL nicht! Was geht mir dieser „befour“-Werbewahn auf die nicht vorhandenen Eier!!! In jeder Werbepause dröhnt einem von diesen vier schlechten Hupfdohlen ihr lächerliches „lalalalala“ entgegen. Ich hege ja auch den Verdacht, dass sie es wirklich übertreiben und sich damit selbst ans Bein pissen. Denn irgendwann wollen das auch die Kinder nicht mehr hören, denen sie versuchen weis zu machen, dass diese „Band“ super is.

Kinder hört mich an: befour sind NICHT toll! Die wollen nur euer Taschengeld!

Yes, I survived!

Yes, I survived the Summernight 2007! 😀

Mei mei mei, das war mal wieder ein etwas anstrengenderes Wochenende. Alle Jahre wieder (bis auf letztes Jahr, da war ich in Lörrach) bin ich bei der Summernight. Ein kleines Open Air, organisiert von den unvergleichlichen Hard’n’Heavys *g* Dieses Jahr gabs auch so richtig was zu feiern. 10 Jahre gibts den Club jetzt schon!

Dieses Jahr auch mal wieder mitgearbeitet. Die Feststellungen: 2 mal ne 4-Stunden-Schicht an der Biertheke verursacht bei einer solchen Hitze (Ja, wir hatten Hitze und null Regen) ziemlich geschwollene Beine aber noch ziemlich viel mehr Spaß! Und wenn man von einem Clubmitglied (dem großen Mann) am letzten Tag nach Hause gefahren werden möchte, kommt man nicht drumrum mitzuhelfen. Ich glaube ja, dass die Stadt Euskirchen sich jedes Jahr auf die Summernight freut. Denn auch wenns zwar laut ist und sich wahrscheinlich einige Anwohner darüber beschweren dass da dann drei Tage lang viele böse aussehende und betrunkene Menschen durch die Gegend grölen, sinds grade die Leute, die dann nämlich den Müll des ganzen letzten Jahres noch mit wegräumen, wenn sie ihren eigenen entfernen….soll heißen: Einmal im Jahr sind die Erftauen so richtig sauber. *g*

Weiter Feststellungen: Ich bin immer noch trinkfester, als ich dachte (aber hallo!) , ich habe mehr Muskelkater als ich erwartet hätte, ich habe fast 12 Stunden am Stück Schlaf nachgeholt und ich habe hässlichen Sonnenbrand…auch auf den Lippen *aua*

Ich persönlich hab ja meine Kamera vergessen, aber auf der Seite hier gibts ja bald Fotos….das muss dann reichen.

Traurigkeit in Reinform

Ich frickele grade einige Excel-Dokumente für meinen Vater zusammen, damit der schneller seinen Papierkram erledigen kann. Wenns um Computer geht hat der dann doch eher zwei linke Hände oder Hirnhälften oder so. Und wenn ich so dröge Sachen zu erledigen hab, mach ich das meistens während ich mich vom Fernseher berieseln bestrahlen lasse. Dass ich nach einer Weile nicht mehr mitbekomme, was da eigentlich läuft ist wohl ebenso selbstverständlich wie es die Sache ad absurdum führt. 

Mittendrin im Denken, werd ich plötzlich abgelenkt. Da läuft ein Lied. Dass ich das überhaupt höre ist ein Wunder, der Ton des Fernsehers ist praktisch aus. Aber es ist schön und es klingt irgendwie vertraut also gucke ich hoch. Was? denk ich. Doppelter Einsatz? Wie konnte das passieren? Schließlich wurde ich doch zum Boykott aufgerufen.
Aber das Lied ist schön, also mach ich lauter. Und was höre ich?

Antony and the Johnsons – Hope there’s someone  (Dank Google und einer einzigen verstanden Textzeile herausgefunden…mal schauen, ob RTL dennoch zurückschreibt 😀 )

Aber in der Serie kommen immer nur kleine Ausschnitte. Außerdem nervt der Mist drumrum. Als Internetkind mal schnell bei Youtube gesucht. Und was soll ich sagen? Es gehört wohl unumstritten zur Riege der seltsamen Lieder (und Antony zu den ganz eigenen Gestalten dieser Erde). Und wahrscheinlich gehört der Song auch zu denen, die man entweder mag oder eben nicht. Mich hat es zum weinen gebracht. Ernsthaft. Ich saß hier grad, sah das Video und habe geschluchzt, als wäre sonstwas passiert. Es ist wohl eins der traurigsten Lieder, das ich je gehört habe – und wunderschön. Aber hört selbst:

 

Dabei ist das Lied nichmal neu…

Faultier

Ich hab keine Ahnung, was mit mir los ist. Ich schreib morgen Klausur und hab nicht in ein einziges Buch geschaut. Den Kram morgen werd ich mit Pauken und Trompeten in den Sand setzen. Nur warum, is mir nich klar. Ich hab einfach keinerlei Motivation. Was echt bescheuert ist, weil ich mir das ganze Semester für den Schein den Arsch aufgerissen hab. Schön dämlich.

Irgendwie befürchte ich, dass es damit zusammenhängt, dass ich emotional mit Köln fertig bin. Die Wohnungskündigungsbestätigung hab ich am Samstag erhalten und damit ists klar. Ich geh nach Marburg. Blöd nur, dass der Nachschreibetermin am 10.10. ist und ich da schon in Marburg wohn. Wie umständlich. Hmpf. Naja, ich hätts ja auch anders haben können.

Aber wie ichs ja immer so gern sag: Alles hat seinen Grund. Bloß welcher das ist…

Shortbus

Ich schreibe nicht oft ausufernd über Filme. Was nicht zuletzt daran liegt, dass ich meist nicht weiß, was ich mehr schreiben sollte als „Ja super! Unbedingt gucken!“ oder aber „Nee, lass ma. Iss Scheiße“.

Aber ein Film hat mich zuletzt wirklich tief beeindruckt: Shortbus (1, 2) nämlich. Ein Film, der das Thema Sex nicht ehrlicher, natürlicher, schöner, befremdlicher, trauriger und lustiger zeigen könnte als er es tut. Eben so wie Sex nunmal ist. 😉 Und worum gehts? Um kleine Einzelschicksale, um Menschen auf der Suche nach sexueller Erfüllung, um Traurigkeit und Angst, um Einsamkeit in Zweisamkeit und auch um Einsamkeit in Vielsamkeit, um die feine Grenze zwischen Nähe und Sex, und um die Überwindung schmerzlicher Erinnerungen.

Da ist Sofia (Sook-Yin Lee), die Sexualtherapeutin, die sich selber Beziehungstherapeutin nennt und selbst wie sie sagt, vororgasmisch ist. Sie begegnet dem homosexuellen Pärchen Jamie (PJ DeBoy) und Jamie, bzw. James (Paul Dawson). Die beiden nehmen sie mit in den Shortbus nachdem sie von Sofias Orgasmus-Problem erfahren haben. Was der Shortbus allerdings ist, ist schwer zu beschreiben. Ein Treffpunkt, ein Swingerclub, ein Zentrum für Individualisten, ein Höhle für Rückzöglinge – von alldem Etwas und irgendwie noch viel mehr. „Willkommen im Shortbus, dem Salon für Begabte und Behinderte“, mit diesen Worten wird Sofia von der Herrin des Ladens (Justin Bond) begrüßt und das triffts wohl ganz gut.

Und so trifft man im Laufe des Films auf viele Menschen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten und die doch eins verbindet: Die Suche – die nach Nähe und Geborgenheit und dem richtigen Umgang mit der eigenen Sexualität in einer Zeit, in der zwar alle aufgeklärt sind und offen über alles reden, die Probleme mit dem Thema aber nicht weniger werden. Denn trotz all der Offenheit hat Sexualität in der heutigen Zeit kein bisschen von seiner zuweilen erschreckenden aber auch betörenden Gewaltigkeit (nicht zu verwechseln mit Gewalttätigkeit) verloren oder von seinem zerstörerischen Potential. Sexualität bleibt letztendlich ein Mysterium, dass es im Laufe des Lebens zu entdecken gilt.

Und so ist der Film ein leises und in einem wahren Bilderrausch erzähltes Werk, welches noch dazu passend von außergewöhnlicher Musik untermalt wird. Und wenn bei dem ein oder anderen lieb gewordenen Charakter (in dem man sich vielleicht ein wenig wieder findet) am Ende der emotionale Knoten platzt, bleibt kaum ein Auge trocken. ICH zumindest hab mich durch die letzte viertel Stunde geschluchzt. 😉

Also mein Fazit: Prädikat „Absolutes Pflichtprogramm“. Das gilt übrigens auch für den Soundtrack und da vor allem für Jay Brannan, der den begehrten homosexuellen Ceth spielt und eins seiner Stücke in Shortbus spielt. Dabei kommt Jay nur mit seiner Gitarre und seiner Samtstimme daher. Das sollte man sich wirklich mal anhören. Hier auf Myspace (Unbedingt Soda Shop hören, das Stück welches er in Shortbus spielt) Und den weiblichen Lesern lege ich seine Youtube-Videos ans Herz! Denn in denen spielt er gerne und häufig seine Gitarre mit nacktem Oberkörper. Da gibt’s nur eins zu zu sagen: Der Kerl is ZUCKER! 😉