Monatsarchiv: Dezember 2006

Kaum wieder da, schon wieder weg

Da bin ich kaum aus der Pause zurück, dann bin ich krank geworden, dann kam das stressige Weihnachten und heut gehts ab nach München.
Mit meinem Bruder und seiner Liebsten/meiner Liebsten Pjat. Die erste gemeinsame Wohnung der beiden begutachten, ihren Geburtstag feiern, Silvester feiern, den Herrn Morn endlich mal live kennenlernen und den guten Limmi auch…und noch was von München sehen. Und das ganze bis zum 6.1.
Klingt irgendwie nach Stress, freuen tut sich das Pflänzlein trotzdem 😀

Also allen frohe Weihnachten gehabt zu haben und einen feuctfröhlichen Rutsch ins neue Jahr!!

(Ich werd dann wahrscheinlich meinen Bloggeburtstag verpassen, der ist irgendwann anfang Januar…aber das hol ich dann nach)

Tradition und Spaß unterm Tannenbaum

Manchmal muss man Dinge nachholen, die man in der Kindheit nie gemacht hat. Einen Regenwurm essen, mit den Knien bremsen, eine Nacht lang auf den Weihnachtsmann warten, seine Geschenke suchen weil man zu neugierig ist, ein Gedicht unterm Weihnachtsbaum vortragen.
Ich bin mutig dieses Jahr und werde das tun. Also das mit dem Regenwurm. Nein, das sicherlich nicht. Das mit dem Gedicht.
Weil meine Mutter mir letztens erzählte, dass sie in einem Film ein tolles Gedicht gehört hat, aber leider nicht fündig wurde, als sie sich auf die Suche danach gemacht hat in den unendlichen Weiten des world wide web.
Also, als gute Tochter die ich nunmal bin, hab ich mich auf die Suche gemacht. Und ich bin nicht nur fündig geworden, sondern habe das Ganze auch noch übersetzt, auswendig gelernt und in feinster Kalligraphie auf schönem Papier niedergeschrieben. Bin ich nicht toll? Die tollste Tochter der Welt *hüstel*
Nunja, vortragen werd ichs auf Englisch. Was nicht ganz so nett ist, weil meine Eltern nicht wirklich der englischen Sprache mächtig sind. Aber ein bisschen Spaß muss schließlich auch sein *gg*

Die, die es interessiert: Es handelt sich um das Gedicht „An irish airman foresses his death“ von William Butler Yeats. Zitiert werden 4 Zeilen daraus in dem Film „Ice Bound“ bzw. „Gefangen im Eis“ mit Susan Sarandon.

An irish airman foresees his death

I know that I shall meet my fate
Somewhere among the clouds above;
Those that I fight I do not hate
Those that I guard I do not love;
My country is Kiltartan Cross,
My countrymen Kiltartan’s poor,
No likely end could bring them loss
Or leave them happier than before.
Nor law, nor duty made me fight,
Nor public man, nor cheering crowds,
A lonely impulse of delight
Drove to this tumult in the clouds;
I balanced all, brought all to mind,
The years to come seemed waste of breath,
A waste of breath the years behind
In balance with this life, this death.

Eragon und die Stimme des Schlafes

Also Eragon. Ich weiß ja nicht. Ich schätze, der ist im Original toller. Denn da fehlt Nenas Schlummerstimme.
Aber ob das Original ein wirklich guter Film ist, bezweifele ich trotzdem.
Ich gebe zu, ich habe die Bücher nicht gelesen. Deswegen beurteile ich den Film als solches. Und was soll ich sagen? Ich habe mich sehr gelangweilt. Bis auf die Sprechszenen von Saphira – was mal nebenbei bemerkt ein wirklich doofer Name für einen Drachen ist. Diese Szenen jedenfalls haben mich – je nachdem, in welchem Moment sie kamen – aus der Lethargie oder der Konversation mit dem großen Mann gerissen.
Nicht nur dass Nena nicht in der Lage ist, glaubhaft einen Drachen zu synchronisieren, sie wäre meiner Meinung nach nicht mal in der Lage auch nur ein Sitzmöbel oder jedweden anderen seelenlosen Einrichtungsgegenstand zu sprechen.
Selten habe ich etwas emotionsloseres gehört.
Also wer kann, sollte sich den Film auf englisch antun, denn Rachel Weisz macht es womöglich besser.

Zum Film ansonsten kann ich gar nicht viel sagen. Nette Sonntagnachmittagunterhaltung. Kinosessel und -kosten unnötig. Story und Charaktere recht flach. Ist wohl nichts, was mir länger in Erinnerung bleiben wird.

Google für Seltsame

Ich glaube, ich habe grade den seltsamsten Suchbegriff meiner Blogger-Karriere entdeckt:

männer 3 seelen frauen 7 seelen

Was soll mir das sagen? Männer sind dreidimensional, Frauen siebendimensional? Liegt in dieser Zahl auch die seltsame Liebe zwischen Frauen und Katzen begründet? So von wegen 7 Seelen, 7 Leben? Ist das der Versuch, zu begründen, warum Frauen angeblich so anstrengend sind? Oder sind Frauen schlicht schizophrener als Männer? Aber warum haben Männer 3 Seelen? Wegen ihrer drei Grundbedürfnisse: fressen, ficken, schlafen? Oder sind Männer sehr religiös (Dreifaltigkeit)?

Und vor allem: Warum landet man mit diesem Suchbegriff auf meinem Blog??

Ich denk da noch eine Weile drüber nach 😉

Kleiner Schock am Abend

Immer, wirklich immer wenn ich heim komme, ist meine Katze schon da. Logisch…die kann ja auch nirgends hin. Aber was ich meine ist, sie steht schon an der Tür und steckt ihr Näschen raus, sobald ich die Tür öffne. Oder kommt mir zumindest holprig maunzend entgegen. (Holprig mauzend? Naja, fahr mal mit dem Rad über extremes Kopfsteinpflaster und sag dabei AAAAAA…genauso dämlich klingt eine Katze, die miauend auf einen zuläuft 😀 )
Und heute? Ich komm nach Hause. Schließe die Tür auf. Und? Nichts! Keine Katze, kein miau-hu-hu-hu-hu. Gerufen. Immer noch nichts. Schlimme Visionen von strangulierter Katze, vergifteter Katze, erstickter Katze erscheinen vor meinem geistigen Auge. Schnell überall Licht anmachen. Durch die Wohnung hasten. Wiederholtes Rufen. Und dann ein absolut klägliches Maunzen. Waaah!
Und was war? Nichts! Das Tier hat geschlafen. Unter dem Sofaüberwurf eingerollt.
MANN!

Tirili

Hat sich schon jemand die Mühe gemacht, mal den Geräuschen von ausserhalb des Fensters zu lauschen?
Da tschilpts, trillerts, pfeifts und singts als wäre Frühling oder der Urwald. Zumindest vor meinem Fenster ist das so.
Schon seltsam…

Distanz

In Deutschland herrscht ja der Hang zur respektvollen Distanz. Das lässt sich überall beobachten. An Bahn- und Bushaltestellen zum Beispiel finden sich die Wartenden zwar alle in einem relativ kleinen Bereich um die Sitzgelegenheiten oder den überdachten Teil zusammen, aber die nach und nach Ankommenden verteilen sich immer mit größtmöglichem Abstand zueinander. Wenn sich zwei auf der Straße entgegenkommen, werden die Beteiligten auch alles versuchen, sich möglichst nicht zu berühren und mit so viel Abstand aneinander vorbei zu schieben, dass sie nur grade dem Überfahrungstod durch die Autos auf der Straße nebenan entgehen und sich den Ärmel nicht an der Hauswand aufreißen.
Ja, bei manchen geht der Unwille Fremdes zu berühren sogar so weit, dass man sich in der Bahn nicht einmal neben einen aufgehängten Mantel eines Fremden setzen möchte, wie ich irgendwann mal amüsiert beobachten konnte.
Halten wir also fest: Die Deutschen stehen im Allgemeinen nicht besonders aus Körperkontakt mit Fremden.

Und dann gibt es so Tage, da ist man völlig verwirrt, weil diese Regel plötzlich nicht mehr eingehalten wird. Als wäre man nicht existent, stellen sich plötzlich fremde Menschen direkt neben einen, als wollten sie sich eine Weile erschöpft anlehnen oder einem verschwörerisch etwas ins Ohr raunen. Oder auf einem großen Platz steuert ein Fremder auf einen zu und schiebt sich so nah an einem vorbei, dass man fast ins straucheln kommt, weil man versucht in letzter Sekunde doch noch den gebotenen Mindestabstand einzuhalten. Ja, der Instinkt lässt einen sogar für eine Millisekunde fast zum Ausweichsprung ansetzen.

Nun frage ich mich natürlich, woher sowas kommt? Mir sind drei Möglichkeiten eingefallen:
1. Es sind Tage, an denen man so in sich selbst versunken ist, dass man für die Umwelt fast nicht mehr existent ist.
2. Es sind Tage, an denen man eigentlich ein enormes Bedürfnis nach Nähe hat und die Umgebung scheint das instinktiv wahr zu nehmen.
3. Es sind Tage, an denen man so offen und fröhlich und freundlich ist, dass sich Vorbeikommende davon angezogen fühlen.

Ich werde das mal beobachten. Vielleicht ists ja auch eine Mischung aus Beidem.