Monatsarchiv: Oktober 2006

Kadett! Meldung!

Hmmmtjaaahaaa. Keine Ahnung. Irgendwie hab ich zurzeit so gar nix blogbares. Oder Blogunlust. Ich weiß nicht so recht.
Letztens hab ich allerdings festgestellt, dass mich Menschen ganz fürchterlich nerven, die am Bahnsteig oder an der Bushaltestelle stehen (!), aber meinen, dass ihre Tasche ganz fürchterlich dringend sitzen müßte, das arme Ding. Hat ja schließliche einen langen Tag gehabt. Also die Tasche. Nicht so wie meiner einer oder anderer einer. Tasche geht vor. So siehts aus. Selbst Omis mit 80 Lenzen und mehr haben da nix zu kamellen. Nunja, das sind aber auch zarte Seelchen. Also die Taschen, nich die Ömchen. Die haben schließlich schon Schlimmeres überstanden. Überstanden wohlgemerkt. Von sitzen war da nie die Rede. So im sitzen lässt sich ein Krieg nich überstehen oder gar der Wiederaufbau. Schon mal im sitzen ein Haus gebaut? Nicht? Ach?! Naja, Dinge aussitzen sagt man ja manchmal. Aber das waren dann wohl die Taschen, die Armen. Die müssen immer alles aussitzen. Zur Untätigkeit verdammt. Schon traurig. Also als Tasche möcht ich nich wiedergeboren werden. Wobei, wenn ichs recht betrachte, bin ich wohl ein Taschenstudent. Da sitzt man irgendwie auch alles aus…

Sie sind der Meinung, das war ein blöder Blogeintrag? Ich hab sie ja vorgewarnt. Am besten sie spielen Tasche und sitzens aus 😉

Zurück in die Vergangenheit

Da blättere ich mich grade durch den Online-Katalog der Unibibliothek, um ein paar Bücher für mein Pädagogik-Proseminar zu bestellen und entdecke bei einem Buch mit dem schönen Titel „Pädagogische Grundbegriffe“ den Vermerk: Entliehen bis voraussichtlich 12.01.1990.

Also entweder sitzt da jemand auf einer wirklich, wirklich hohen Mahngebühren-Rechnung, oder im System des Katalogs ist ein Fehler…

Beschäftigungstherapie

So fast ohne Fernsehen und PC, hab ich mich heute mit Backen beschäftigt. Das verträgt sich insofern gut mit dem Abnehmen, weil ich eigentlich überhaupt keine Lust habe, Plätzchen und Kekse zu essen. Ich back sie nur gerne 😀
Der positive Nebeneffekt für meinen Bekanntenkreis? Es gibt Kekse *g*

Um genauer zu sein, habe ich jetzt schon 2 volle Keksdosen mit Vanillekipferl und Mini-Nussecken…Mal schauen, was ich nächsten Sonntag mache…

:)

2 ganze volle dicke runde Kilos! Sind weg. Genau. Jaja, meiner einer freut sich. Zumal schon deswegen, weil ich ja meine WW-CD nimmer find und ich nach 2 Jahren wirklich nicht mehr alle Punkte so im Kopp hab. Eigentlich hat ich nich viel erwartet, als ich mich gestern auf die Waage gestellt hab. Aber satte 2 Kilo 😀

Das diesjährige Etappenziel sind übrigens insgesamt 20 Kilo. Also folgen dann noch 18. Angepeilt ist so ca. nächstes Frühjahr. So siehts aus.

Und ein Glück bekomm ich morgen eine neue WeightWatchers-CD. Mit gehts dann doch in der Anfangsphase besser. 4 Wochen akribisch sein und danach gehts fast von allein. 😉

Warnung

Allen, die es bis jetzt nicht getan haben, rate ich auch ganz dringend davon ab, sich „Der Teufel trägt Prada“ im Kino anzusehen. Reine Zeitverschwendung. Ich glaube, das ist noch nichtmal ein sicherer DVD-Kandidat. Trotz Meryl Streep. Ein Film der so unglaublich oberflächlich und hohl daherkommt, dass er wirkt wie 3 Stunden verschenkter Zeit.
Es sei denn, man interessiert sich für Mode und sonst nicht viel im Leben. Lahme Dialoge, noch lahmerer Spannungsbogen. Vorhersehbar bis ins letzte Detail. Man könnte sich auch die Fashionweek oder ähnlichen Unfug im Fernsehen anschauen und wäre im Prinzip genauso unterhalten. Viel mehr passiert nämlich auch nicht.

Schade drum.

Kurznotiz

Alles ist gut gegangen! 🙂 Mir war herrlich schlecht und hab das Gespräch immer weiter rausgezögert, mich aber dann doch durchgerungen und was soll ich sagen?

Alles ist gut 😀

Ich kann Dienstags zu meiner Pflichtveranstaltung gehen und sogar zwischendurch mal zu der einen Vorlesung, die ich gerne sehen möchte und die durchaus nicht unwichtig ist. Das ist mehr, als ich erwartet hatte, als ich das Gespräch begonnen hab.

Ich bin sehr, sehr erleichtert und freue mich jetzt auf heute Abend. Auf den großen Mann und auf „Der Teufel trägt Prada“. Und das alles ganz ohne die drängende Stimme im Hinterkopf und das flaue Angstgefühl im Magen…

Allen, allen ein fröhlich- gelbes Schubiduh fürs Daumen drücken 😉

Konfrontation

Ohweh, ohweh. Nachdem ich mich jetzt ein paar Jahre durch mein Leben geeiert habe und vielen Konfrontationen aus dem Weg gegangen bin, steht mir morgen eine wichtige ins Haus, die es gilt auszufechten.
Und mir ist ein wenig mulmig, das muss ich zugeben. Die mengelnde Fähigkeit, sich für meine Interessen einzusetzen, die sich allerdings erst in den letzte Jahren ergeben hat, hat nicht wenig dazu beigetragen, dass ich in den letzten Jahren kaum einen Schritt weitergekommen bin.
Also kommt dann wohl die nächste Lektion des Lebens. Nur wer für sich einsteht und sich behauptet, kommt auch weiter im Leben.
Aber das wichtigste an Konfrontationen ist wohl, dass man sich des schlimmsten Falles bewußt ist, sich mit diesem schonmal anfreundet und mit Selbstbewußtsein, ein bisschen Heiterkeit und Nachdruck auftritt.
Der schlimmste auszumalende Fall wäre in diesem Zusammenhang wohl die Kündigung.
Die Alternative wäre, schon wieder ein komplettes Semester umsonst zu studieren…bzw. mal wieder gar nicht. Weil keine Scheine machen zu können, ist wie nicht zu studieren. Da ich das alles langsam nicht mehr vertreten kann und will, muss ich durch die Auseinandersetzung morgen wohl durch.

Also bitte, bitte Daumen drücken! Ich kanns dringend gebrauchen!!

Zwei lange Nächte

Hab ich nu hinter mir. Gestern mit meinen Kollegen einen trinken gegangen. Um 7 ins Bett, nach 4 Stunden mit Kater wieder aufgewacht und nimmer schlafen können…
…und dann heute mit meinen Eltern Essen und danach zur langen Kölner Musiknacht. Der Herr Papa ist gestern 51 geworden und das sollte heute gefeiert werden.
Die Musiknacht ist eine durchaus empfehlenswerte Veranstaltung. Kann man mal machen. Auch wenns irgendwie anstrengend ist, weil man einmal die Stunde von A nach B rennt.
Viel Jazz gehört, was mein Herz ja immer freut. Nur leider waren die Konzerte viel zu kurz. Das freut dann weniger. Wenn man sich grade eingeschwungen hat, ists auch schon wieder vorbei. Aber es macht trotzdem Spaß.
Im Einzelnen hat meine Ohren erfreut:
Das Christina Fuchs Quartett in der alten Feuerwache. Sax, Akkordeon, Keyboard und Drums. Leider haben wir davon nur 3 Lieder mitbekommen, weil wir zu spät vom Haus Müller loskamen und ans andere Ende der Stadt mussten. Aber vor allem das letzte Stück hats mir angetan. (Ich glaube, es hieß 5 – 3…oder 3 – 5?) Herrlich leicht und weich. Frau Fuchs hat wirklich einen wunderschönen Sound.
Danach die Felix Heydemann Groove Connection im Domforum. Und die waren mal wirklich supergeil! Mit Hammondorgel, was ja alleine schon einen Kultsound auf die Bühne zaubert. Das einzig traurige war, dass der Raum bestuhlt war. Wir hatten allerdings keinen Platz mehr bekommen und waren im 1. Stock. Und da konnte man wenigstens ein bisschen zappeln. Geht nur mir das so, oder gibts noch mehr Menschen, die das Gefühl haben, dass in Deutschland bei Konzerten viel zu wenig getanzt wird? Wie kann man denn bei so klasse Funk, der einem in die Knochen fährt auf seinem Stuhl sitzen, als würde man sich einen langweiligen Vortrag anhören?? Das werd ich wohl nie verstehen…
Danach ein bisschen in der Gegend rumgeirrt, um letztendlich im alten Pfandhaus zu landen.
Dort noch das letzte reguläre Konzert gehört, bevor dort die „After-Party“ mit Jam-Session und DJs losging.
Und das war wirklich mal was, was ich noch nie live gehört hatte…
Canaries on the Pole (hier und hier)
Free Jazz meets Experimentalmusik…oder so. Aber wirklich benennen kann ichs nicht. Und erlebt hab ich sowas auch noch nicht. So atonal und gleichzeitig stimmig, so verwirrend und hektisch und gleichzeitig ruhig, so intensiv, so völlig ungewohnte Sounds. Ich kann weder sagen, dass es mir gefallen hat, noch das Gegenteil behaupten. Das einzige, das ich sagen kann ist, dass mir noch nie eine Musik körperlich so zu schaffen gemacht hat. Abgrenzen war mir schlicht nicht möglich. Und auf mich wirkte das erste Stück wie musikgewordene Großstadthektik. Anstrengend, laut, hektisch, rau, schmutzig, düster, voll und gleichzeitig heiter, einsam, ruhig, fein…Komplett verwirrend. Und ich habe mich unendlich nach ein bisschen Harmonien gesehnt zwischendurch. Nach etwas vertrautem, ein bisschen Melodie. Wie es ein Tag in der Großstadt mitunter auch mit einem macht. Irgendwann sind alle Sinne reizüberflutet und man wünscht sich nichts sehnlicher, als an einen ruhigen, friedlichen Ort…Wirklich spannend. Ausgehalten hab ich das Konzert nicht. Nach dem ersten Stück (welches aber locker mal 15-20 Minuten dauerte) musste ich den Saal verlassen. Es war mir wirklich zu viel.
Danach ging die Jam-Session los. Wobei zuerst ein festes Trio ihr Repertoir zum Besten gab. Benennen kann ich allerdings nur den Pianisten: Andreas Schnermann (Sehr zu empfehlen: Die Hörproben). Andreas Schnermann hat übrigens am 16. November CD-Release-Party im alten Pfandhaus. Ein Projekt mit einer Sängerin. Ich denke, das werde ich mir gönnen, nachdem ich grade die Hörproben davon gehört hab. Endlich mal Gesang, der mir richtig gut zu gefallen scheint.
Das „richtige“ Jammen haben wir dann leider nicht mehr mitbekommen. Alle drei völlig platt.
Aber nächstes Jahr die 3. Kölner Musiknacht ist definitiv eine Option!
Und nun ab ins Bett mit den armen, geschundenen Füßen und dem müden Kopf.

Fürchterlich

Sodale, endlich daheim. Und viel nachgedacht, nach diesem seltsamen Erlebnis.
Ja, ich habe Peter heute wiedergesehen! Er hat tatsächlich im selben Semester auf den selben Studiengang, an dieselbe Uni gewechselt, wie ich. Unglaublich, aber wahr.
Gestern war ich noch voller guter Dinge. Dachte „Och ja, wenn er wirklich da auftaucht, dann grüßt du eben…fragst, ob er nicht auch mal in Bonn studiert hätte usw.“
Tja, aber ich hab die Rechnung ohne mich gemacht. Die Fantasie ist das eine, die Realität eine ganz andere.
Die Realität sah folgendermaßen aus:

Ich war pünktlich da. Saß schon im Hörsaal, schau mich um….und sehe Peter. Habe ihn unter locker 200 Studenten mit absoluter Treffsicherheit gefunden. Ich brauchte mich nur umdrehen. Und? Er saß alleine da.
Also alles perfekt, mag man da denken. Tja, weit gefehlt. Wie gesagt, ich hab die Rechnung ohne mich gemacht.
Denn kaum hatte ich ihn entdeckt, krampfte sich mein Magen zu einem einzigen, großen Knoten zusammen, mir wurde heiß und kalt gleichzeitig, meine Hände fingen an unkontrolliert zu zittern und ich war komplett mit den Nerven am Ende.
„Egal“, dachte Frau Löwenzahn und stand mit dem festen Willen, ihn anzusprechen auf, ging nach hinten und blieb stehen. Einen wunderbaren und völlig irritierenden Blick auf seinen Hinterkopf und ich stand da wie ein Wrack. Unfähig zu irgendwas oder allem. Egal, jedenfalls konnt ich mal gar nichts. So schlimm gings mir nichmal vor meiner mündlichen Abiprüfung!!
Der Versuch durchzuatmen brachte rein gar nichts, mein Brustkorb war wie zugeschnürt.
Nach 5 qualvollen Minuten des hin- und herüberlegens entschieden, dass ich das nicht kann. Bin an ihm vorbei gelaufen, konnte ihn, weil er gelesen hat einen wunderbaren Augenblick lang betrachten, so ganz aus der Nähe und hab mich ein paar Reihen vor ihm hingesetzt. OK, dachte ich. Ich brauch jetzt dringend etwas positives, was einfaches, irgendwas, was funktioniert und mich wieder grade rückt. Also flyinggoose eine Notfall-SMS geschickt. Prompte Antwort: Lächeln!Grüßen!Lächeln!
Super! Das ist gut. Da ist schlicht, da kann mir nichts passieren. Das kann ich!…
…Nein, ich konnte nicht.
Noch nichtmal das bekomme ich auf die Reihe. Ich habe so Angst, vor dem, was ich in seinen Augen sehen könnte, wenn ich das Risiko eines Blickkontaktes eingehe, dass ich noch nichtmal das auf die Kette bekomme.
Und stattdessen? Verhalte ich mich wie eine seltsame Mischung aus 14jährigem Teenager und Stalkerin. Himmel ihn aus der Ferne an, wenn ich denke, dass er mich nicht sieht. Habe das Bedürfnis, ihm überall hin zu folgen, nah bei ihm zu stehen, wenn er sich mit Freunden unterhält, um seine Stimme zu hören und zu hören, was er so erzählt.
Ich fühle mich so bescheuert wie noch nie in meinem Leben. Also mal ehrlich: Wie kann das sein? Ich habe mich noch nie mit diesem Mann wirklich unterhalten, wahrscheinlich weiß er nichtmal wer ich bin (zumindest macht es den Anschein. Ich glaube wirklich, er hat mich überhaupt noch nie wirklich registriert. Für ihn existiere ich quasi gar nicht) und ich habe eine dermaßene Sehnsucht. Es ist so unfassbar absurd!!
Ich bin wirklich nicht kontaktscheu. Ich kann innerhalb kürzester Zeit mit einem ganzem Raum voller Menschen in Kontakt kommen (wenn dem nicht so wär, hätte ich mir wohl auch den falschen Beruf ausgesucht), aber ich schaffe es nichtmal Peter anzulächeln und ihm zu signalisieren „Ich hab dich gesehen“.
flyinggoose hat vor einigen Tagen die Frage gestellt, welche Fähigkeit man gerne hätte, wenn man diesen Wunsch äußern könnte und dieser über Nacht erfüllt würde. Ich revidiere meine Antwort und sage jetzt: Ich hätte gerne die Fähigkeit, mir und dem Schicksal zu vertrauen.

Ein Glück ist mit heute der Zug nicht abgefahren. Wir müssen beide durchs erziehungswissenschaftliche Begleitstudium. Das heißt, wir werden uns noch desöfteren über den Weg laufen. Vielleicht schaff ichs ja dann doch irgendwann…*seufz*

Und Jennifer? Ich würde mich wirklich freuen, wenn du Zeit für mich, einen Tee und ein ausgedehntes Gespräch hättest. Ich brauch ganz dringend ein bisschen Optimismus und Selbstvertrauen!

Geht wieder..

Also mein Telefon! Yeahyeahyeah! Was also eine gute Entscheidung, zu Hause zu bleiben und auf den Techniker zu warten. Ging auch alles ganz schnell. Hier war eine ominöse Kabelverzweigung, die defekt war.
Und nun kann ich endlich wieder telefonieren. Schön! 😀