wer nicht fragt, bleibt dumm…

dropping knowledge is a global initiative to turn apathy into activity

dropping knowledge. eine organistation in berlin, die sich seit ein paar jahren nur damit beschäftigt, fragen aus aller welt zu sammeln. und warum? um am 9. september diesen jahres 112 menschen aus aller welt und aus den verschiedensten bereichen am größten runden tisch der welt zu vereinen und über eben jene fragen zu sprechen. an diesem projekt arbeiten zwar viele verschieden menschen und viele verschiedene organisationen zusammen, aber jeder hat eine stimme. auf der hp kann jeder fragen, die ihn beschäftigen, an dropping knowledge schicken. und jeder kann einen menschen nominieren, der am runden tisch sitzen soll.
eine ewiglange liste besteht bereits, aus der dann diesen sommer die 112 vertreter ausgewählt werden.
unter den nomminierten finden sich namen wie jane godall (forscherin), gabriel garcia marquez(schriftsteller), sean penn(schauspieler), karl-heinz böhm(schauspieler), wim wenders(regisseur), yo-yo ma(musiker), michael moore(usa-gegner 😉 ), nelson mandela (anti-apartheidskämpfer und 1. schwarzer präsident von südafrika) und diese liste lässt sich beliebig fortsetzen. aus allen möglichen bereichen. kunst, literatur, film, politik, friedensbewegung, religion, wirtschaft, wissenschaft usw usf…

der gedanke, der dahinter steckt ist jener, dass wir in einer welt, in der die globalisierung nicht mehr aufzuhalten ist, in der menschen überall auf der welt miteinander vernetzt sind, in der das, was eine frau in ungarn tut vielleicht auswirkungen auf einen mann in den usa hat, auch zusammen über die wichtigen fragen diskutieren sollten, die uns alle beschäftigen
der alte gedanke ist also wieder da. der, dass wir alle eine stimme haben. der, dass wir ein volk sind.
das ziel ist, die menschen aus ihrer lethargie herauszuholen. wieder ein gefühl dafür zu bekommen, dass jeder eine verantwortlichkeit besitzt. wieder lernen, die richtigen fragen zu stellen, sich mit einzubeziehen in das weltgeschehen und seine eigenen fragen und meinungen auf den tisch zu bringen, um sich auseinander setzen zu können.
und vielleicht – und das ist das hohe ziel, bei dem ich leider bezweifele, dass es erreicht wird, so sehr ich auch hoffe, dass ich irre – neue denkansätze zu finden, für problematiken, mit denen sich die menschheit mehr und mehr auseinander setzen muss: klimawandel, kriege, hungersnöte, seuchen, intoleranz. ebenso wie dinge, die immer wieder zu schwierigkeiten führen, weil die meinungen dazu so verschieden sind, wie die sprachen auf dieser welt: religion, glück, frieden und gerechtigkeit.
das ganze wird nicht nur am 9. september in berlin auf dem bebelplatz stattfinden, sondern auch im www.
denn die antworten bzw die diskussionen werden auf der seite der organisation zu sehen , zu lesen, zum runterladen sein. insgesamt soll es um die 672 stunden material von dieser veranstaltung geben. zusätzlich verzichtet sie auf jegliches copyright, denn das, was dort zusammen erreicht wird, soll für jederman zugänglich sein und zur freien verfügung stehen.

der große runde tisch, ausgestattet mit flachbildschirmen an jedem platz, wird übrigens als ausstellungsstück in berlin stehen bleiben, bzw zwischendurch auf wanderschaft um die ganze welt gehen. und ich muss sagen: wenn ich das bild dieses tisches sehe, dann bekomme ich schon das gefühl, dass da etwas ganz großes und besonderes versucht wird. dass vielleicht doch so langsam ein umdenken stattfindet. und dann hoffe ich, dass diese bewegung noch raumgreifender wird und es ihr gelingt, sich genügend gehör zu verschaffen.

und für alle, die mitmachen wollen, gibt es eine vielzahl von möglichkeiten. von tatkräftiger unterstützung vor ort, über eine finanzspritze bis hin zur bereitstellung von einem kleinen bisschen platz auf der website. das ganze spektrum der möglichkeiten findet sich hier

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2 Antworten zu “wer nicht fragt, bleibt dumm…

  1. das ist ja hochinteressant. natürlich spielt auch viel pr dabei eine rolle. aber ein ehrgeiziges projekt ist es allemal.

  2. find ich auch. wobei die organisation zum großen teil bei der pr drauf setzt, dass es sich rumspricht. es soll wohl ein selbstläufer werden. ich hoffe, das klappt.

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