Where are the funny Liedermacherinnen?

Seit ein paar Stunden lass ich mich nun fröhlich-nostalgisch durch meine Liedermacher-Erinnerungen treiben. Grinse hier breit bei Joint Venture, Funny, Götz und dem Totte und versuche mich an dem ein oder anderen Stück zwischendurch auch mal selbst an der Gitarre, Denn ich lerne seit neuestem. Autodidaktisch versteht sich. Und im ganzen Nachspielwahn recht häufig bemerkt, dass ich doch die meisten Lieder entweder transponieren oder mit Kapo spielen muss. Ohne ist’s dann doch entweder ein vor sich hinbrummen oder es mutet ein wenig heftig operettig an. Und das will ja keiner. Aber auch wenn die richtige Tonlage irgendwann getroffen ist, klingt’s halt mit Frauenstimme nur noch halb so cool. Es fehlt das verlebte, verrauchte (und dabei geb ich mir soviel Mühe, wenn ich mir meinen Aschenbecher so anschau) und das dezente und von mir so geliebte leicht daneben singen. Aber so dass es gut klingt. Wie bei Funny eben. Kann ich nicht. Entweder sing ich richtig oder falsch. Aber wenn falsch, dann so, dass es so richtig scheiße klingt.
Und da dacht ich eben: Wo sind denn eigentlich die Liedermacherinnen? Hab in meinem Hirn gewühlt und bis auf Joan Baez fiel mir beim besten Willen niemand auf Anhieb ein und schon gar nicht deutsch und lustig.
Also nach Liedermacherinnen gegoogelt (wobei es bei mir ecosiat heißen sollte) und mich durch die ersten Seiten mal so durchgehört.

Fazit: Mir bluten die Ohren und ich muss mir die Fußnägel ziehen lassen. Wie zur Hölle kann denn so ein „-in“ so einen unfassbaren Unterschied machen??? Denn was sich mir da so darbot war entweder ein esoterisches „Ich-darf-kann-muss-bleiben-wie-ich-bin-und-bin-ein-Kind-der-Sonne“-KlingklongZupfGruselkabinett oder aber heitere Kleinkind-Musik. (Da bevorzuge ich ja für immer und ewig Fredrik Vahle! Auch wenn seine offizielle Homepage eine wirklich gruselige Hommage an die ersten Homepages EVER ist. Hui! Dafür sind seine Kinderlieder einsame spitze!)

Naja, zurück zu meiner Verwunderung: Wo sind denn die lustigen Liedermacherinnen à la Joint Venture und Co.? Gibt es sie nicht? Find ich sie nicht? Hat jemand Tipps für mich?

Urlaub

Unverplanter Urlaub ist ja auch eher so ne halbgare Geschichte. Vor dem Urlaub dieses ständige „Boah, nee, das mach ich im Urlaub“, während des Urlaubs dieses ständige „Boah, nee, ich hab doch Urlaub“ und nach dem Urlaub kommt dann höchstwahrscheinlich „Boah, nee, warum hab ich das nich im Urlaub gemacht?!“ 

Währenddessen sieht die Wohnung aus wie ein Schlachtfeld, der Rücken tut vom auf dem Sofa gammeln langsam ernsthaft weh und die nervigen Mängel in der Wohnung die man endlich mal beheben wollte mängeln immer noch so vor sich hin.

Wie der Wasserzulauf für Wasch- und Spülmaschine zum Beispiel. Der nicht wirklich dicht ist. Unter dem ein Eimer steht und den man vor dem Waschen und Spülen auf- und danach wieder zudrehen muss, weil einem sonst das Laminat kaputt geht. Also noch mehr kaputt geht. Und die Dusche, die immer noch nur warmes Wasser kann wenn vorher das heiße Wasser im Waschbecken aufgedreht wird. 
Und der Lampenschirm, der seiner Stoffhülle aufgrund von Flecken entledigt nun sein nicht festgeschraubtes Dasein als bloßgestellte Plastikröhre mit Kleberesten fristet. Das arme Ding.

Da kann ich ja (fast) froh sein, dass mir in der ersten Woche ein Zahn gezogen wurde. So ist wenigstens IRGENDWAS im Urlaub passiert…

Ein Lichtblick am Ende des Tunnels ist da dann doch noch in den letzten 2-3 Urlaubstagen zu sichten: Besuch aus Bielefeld anlässlich des 24-Stunden-Literaturmarathons. Was ich leider zu spät erfuhr: Der Besuch will auch wirklich den 24-Stunden-Marathon. Also so komplett. Da werd ich dann wohl eine Menge Kaffee brauchen. 

Autsch

Da denkt man, man ist aus der Nicht-Schneuzen-Phase nach der Zahnextraktion im oberen linken Quadranten endlich raus und will sich endlich mal wieder beherzt die Nase putzen und dann tut’s doch wieder weh.

Das is doch Mist mit dem Zähneziehen!

Zwischenmeldung

Heute ist meine Probezeit im neuen Vollzeitjob zu Ende gegangen.
Als jemand, der eigentlich ständig mit dem Schlimmsten rechnet, ist das eine ziemliche Erleichterung!
Dann bin ich ja jetzt mal gespannt, was die nächsten 9 Monate bringen…

Prost!

Rat mal

Manchmal fängt man unbedarft was an. Und dann steht man da mit nem Klotz am Bein und versucht sich damit irgendwie durch zu wurschteln.

Vor ein paar Jahren, als ich noch Schankmaid im grünen Pub am anderen Ende der Stadt war und mir beim Mittwochsdienst die Decke auf den Kopf fiel vor lauter Langeweile, habe ich mich als Pubquizmasterin versucht. Und viel Freude damit gehabt. Aus einem „Schaunwirmalwiedasläuft“ wurden fast zwei Jahre. Jeden Mittwoch 40 Fragen, bunt gemischt. Damals unmoderiert, eher so eine Art schriftlicher Test mit anschließender Show-Auflösung und Gewinnerverkündung. Denn nebenher musste ja auch noch fleißig geschankmaidet werden. Da kam ich beim besten Willen nicht zum moderieren und entertainen. Denn da waren die Mittwoche Mittwochi Mittwochse (!) plötzlich ziemlich gerappelt voll. 
Den Pub-Papst hat das allerdings herzlich wenig gekümmert, weshalb ich dann nach nem Dreivierteljahr von wöchentlich auf 14-tägig wechselte. Nach einem weiteren Jahr dann auf monatlich. So 40 Fragen sind ja auch ne ziemliche Arbeit. 
Zum Jahreswechsel 12/13 ließ ich es dann schließlich ganz. Die Quittung kam dann in Form einer Kündigung mit der Begründung, meine Umsätze wären gesunken. Ja, klar! Ich hab das Quiz ja auch gestrichen. Naja, sei’s drum. 

Da stand dann aber auch schon die Konkurrenz in den Startlöchern und bot mir Location und Equipment und Lohn für das ganze Brimborium. Hui! Endlich moderieren und halligalli. Der Löwenzahn klatschte vergnügt in die Blätter und nahm dankend an.

Nun bin ich also seit März 2013 in neuer Umgebung und mit allem Pipapo. Und nach einem starken Sommer (??!) will es jetzt nimmer so richtig laufen. Und warum ich das hier alles schreibe?

Weil morgen wieder Quizabend ist und ich mir eeeeeigentlich die 3.125.892.093te Frage aus den Fingern saugen müsst. 
Nur hab ich grade so ganz und gar keine Lust dazu!! 

So, nu wisster Bescheid!

Ich weiß ja nich

Schlafen, PC, arbeiten, Bier, PC, schlafen. 

2013 hat mich gefressen und halb verdaut wieder ausgespuckt. Und was bleibt ist der schale Abklatsch vom Leben. 

Möchte bitte wieder mit trockenen Zweigen um mich schlagend durch hochgewachsene Wiesen laufen, angstfrei auf Bäume groß wie Häuser klettern, als Detektiv die rätselhaftesten Fälle lösen, den Garten auf der Suche nach geheimnisvollen Schätzen umgraben, in der Schule neben der besten Freundin sitzen und flüsternd über süße Jungs reden.  

Erwachsensein ist einfach nichts für mich. Ich kann das auch nicht sonderlich gut. Für niemanden ein Gewinn.

Kneipenpoesie

„Das geht dich nen Scheißdreck an, warum ich ma gesessen hab!“
„…“
„Ne echt, das geht dich wirklich nen Scheißdreck an!“
„Ich wollt ja nur…“
„NEE! Geht dich nen Scheißdreck an!“
„Dacht ja nur, es wär vielleicht ne lustige Geschichte“