Sodale. Dann also hier aus aktuellem Anlass die Magenta-Firmen-Geschichte. Ich war ja immer ein Verteidiger der Telekom. Hatte nie großartige Probleme. Aber die Kündigungs- und Umzugsservicepolitik finde ich doch äußerst denkwürdig.
Ich habe in Bonn einen Vertrag gehabt, der noch bis Ende März 2008 galt. Den Klassiker mit Doppel-Flat, den wohl heute fast jeder hat. Und ich bin ausgezogen. Also dachte ich, ich kann kündigen. Zumal das mit dem Internet in Weimar so eine Sache ist. Und die Telefonflatrate allein unverhältnismäßig teuer ist (36 Euro? Und bei T-Mobile bekommt man schon einen Handyvertrag mit Festnetzflat für 15 Euro? Wie geht das?)
Und in meiner kleinen heilen Welt sah es so aus, dass ich dachte, wenn ein Vertragspartner seinen Teil nicht mehr einhalten kann, dass man dann kündigen kann. Kann man aber nicht. Bei der Telekom hat nur der ein Sonderkündigungsrecht der ins Ausland zieht. Oder aber wirklich keinerlei Möglichkeiten hat, die Leistungen der Telekom in Anspruch zu nehmen. (So sagte man mir) Gut, dachte ich. Dann nehm ich halt doch den Umzugsservice in Anspruch. Sonst bezahle ich ja bis März etwas, was ich nicht nutzen kann. So ja nun nich. Is ja auch blöd.
Was dann allerdings wütend macht: Der „Umzugsservice“, den ich vielleicht eher „Umzugszwangspauschale“ bezeichnen würde, ist zum einen schweineteuer (ich finde 59,95 nicht grade einen Pappenstiel) und zum anderen gibt es meinen Tarif, den ich in Bonn hatte, nicht mehr. Was folgt für die Telekom daraus? Ab dem Zeitpunkt, an dem mein neuer Anschluss freigeschaltet wird (den ich nur ums nochmal deutlich zu sagen, nur nehme, weil ich keinerlei Möglichkeit habe, zu kündigen), habe ich automatisch einen neuen 24-Monate-Vertrag. Und das finde ich wirklich eine Unverschämtheit. Mag ja sein, dass das zurzeit die gängige Geschäftspolitik in der Kommunikationsbranche ist, wie mir eine Telekom-CallCenter-Frau heute freundlich und vertrauensvoll am Telefon mitteilte. Das macht die ganze Sache allerdings nicht kundenfreundlicher.
Ums ehrlich zu sagen: Ich hätte wahrscheinlich nichtmal gekündigt. Ich mag die Telekom. (Auch wenn das jetzt vielleicht diverse Leser erschrocken aufschreien lässt
)Aber ich mag mich nicht genötigt fühlen, bei denen zu bleiben, indem man mir jegliche Wahlmöglichkeit nimmt. Gut, der Fairness halber: Ich habe natürlich eine Wahl. Ich könnte fristgerecht zum März kündigen und gut is. Das wäre allerdings eine teure Alternative. Denn ich bin ewig weit weg von meiner Familie, da möchte ich nicht auf Telefon verzichten. Und doppelt zu bezahlen kommt auch nicht in Frage. Das kann ich mir als Studentin schon gar nicht leisten.
Dass mir nach der Versicherung, die Umzugszwangspauschale zu zahlen, Beauftragung des Umzugsservice zugesichert wurde, dass heute ein Techniker rauskommt, um meinen neuen Anschluss mit 24 Monate Laufzeit freizuschalten, hat auch nur dazu geführt, dass ich den ganzen Tag in meiner Wohnung gesessen und gewartet habe. Ein Anruf bei der Hotline (die, das muss ich hier wirklich sagen, mich noch nie enttäuscht hat und zudem noch kostenfrei ist. Etwas was man heutzutage nicht hoch genug schätzen kann) hat dann ergeben, dass es noch gar keine Auftragsbestätigung gibt. Die Leitung fürs Haus muss anscheinend erst noch freigeschaltet werden, weiß der Himmel. Jedenfalls dauerts jetzt noch ne Weile. Wielang, konnte oder wollte man mir dann jetzt auch nicht mehr verbindlich mitteilen. Aber da hätt man ja wenigstens mal Bescheid sagen können. Find ich.
Ja, so ist das. Irgendwie scheint mir, ich hab nicht so das Glück gepachtet, was solche Dinge angeht. Man siehe congstar. Nunja. Nach ein paar Atemübungen habe ich eben beschlossen, das alles Dalai-Lama-esk mit einem Lächeln und Humor zu ertragen nehmen und mir zu sagen, dass es schon für irgendwas gut sein wird.