Löwenzahn

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Klarsichtfolie

August 3, 2009 · 5 Kommentare

Eben durch Zufall von der erotischen Fantasie mancher Menschen gehört, den Partner in Klarsichtfolie vorzufinden. Hm.

Mal abgesehen davon, dass ich persönlich da nicht viel erotisches dran finden kann, muss ich bei dem Bild spontan an eine meiner Lieblingsszenen aus „Grüne Tomaten“ denken, in der sich Kathy Bates in ebensolche Folie hüllt:

(ab Minute 6:53)

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Lernpensum

Juni 17, 2009 · 3 Kommentare

Früher als ich klein war, dachte ich noch, dass es irgendwann leichter wird. Das man irgendwann das Wichtigste im Leben begriffen hat. Heute weiß ich, dass meine Pädagogiklehrerin Recht hatte: Das Leben ist ein lebenslanges Lernen.

Und für mich scheint eine der schwierigsten Lektionen zu sein, nicht ständig um andere zu kreisen, sondern mehr um mich selbst. Mich nicht dauernd aus meiner Umlaufbahn kicken zu lassen. Denn eigentlich bin ich mir auch sehr bewusst darüber, dass mir das nicht im Geringsten gut tut.

Also: Memo an mich: Kehr auf deine Umlaufbahn zurück, umkreise nicht, was dich krank macht, nur in der Hoffnung, dass da vielleicht was Schönes bei herum kommt.

Wenn Loslassen nur nicht so schwer wär…

Wünsche allen da draußen einen Tag, an dem sie es schaffen, sich ganz auf sich und ihre Bedürfnisse zu konzentrieren!

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Geschrei

Dezember 16, 2008 · Kommentar schreiben

Es gibt Mütter, die haben Schreikinder. Und es gibt Kinder, die haben Schreimütter.

Fragt sich, wer auf lange Sicht mehr darunter zu leiden hat…

[Aus der Kategorie: Wenn die Wände die Geräusche der Nachbarwohnung durchlassen]

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Senioren dieses Landes vereinigt euch!

Oktober 24, 2008 · 3 Kommentare

Ich hab da so einen Traum. Einen kleinen aber feinen. Und immer wenn ich ihn träume, muss ich breit grinsen.

Man stelle sich vor, man säße in der Bahn. Das Qutischen der Räder auf den Schienen, das sanfte hin- und herschaukeln. Das künstliche Licht, der Geruchsmischmasch über den man weiter gar nicht nachdenken will. Und dann steigen ein paar Jugendliche ein. Welche von der Sorte wie sie überall auftauchen und die man schon nicht mehr sehen kann, so häufig gibt es sie. Die sind wie Suppe. Im richtigen Moment serviert, freut man sich und genießt. Aber bekommt man sie jeden Tag mehrmals vorgesetzt, macht sich irgendwann schon beim bloßen Anblick ein dumpfes Gefühl des Unwillens und der Übelkeit breit. Besagte Jugendliche steigen also in die Bahn. Besagten Jugendlichen reicht es aber nicht, einfach bloß da zu sein. Besagte Jugendliche wollen Aufmerksamkeit. Und besagte Jugendliche haben lange ihre Eltern bearbeitet. Denn besagte Jugendliche haben ein Handy. Ein ganz neues. Ein ganz tolles. Wobei. Ich untertreibe und besagte Jugendliche würden mich wahrscheinlich anspucken, würden sie das lesen. Natürlich ist es DAS neuste und DAS tollste Handy. Und (was das Wichtigste ist) das Handy ist der Ghettoblaster des 21 Jahrhunderts. Und der wird fleißig genutzt. (Und mal ehrlich: Wir konnten andere auch wunderbar mit unserer Musik belästigen in dem Alter, auch ohne Handy…aber unsere Musik war besser!)

Soviel zur Realität. Nun zu meinem Traum:

Ein Senior oder eine Seniorin bereits deutlich grauen und faltigen Alters in grauen Hosen und beigen Schuhen steht auf, setzt sich demonstrativ neben besagte Jugendliche, zückt seinerseits das neuste und tollste Handy (eigentlich noch toller und noch neuer) und dröhnt Bushido, Spacken und Co. mit süffisantem Lächeln mit den größten Hits der Volksmusik von dannen.

Welch herrlicher Traum! Dem hänge ich täglich nach. Wäre meine Oma noch rüstiger und für mehr Spaß zu haben, ich würe mit ihr und meinem Handy (was zwar nicht neu und toll ist, aber Musik kann) einen ganzen Tag in der Bahn zubingen…

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Und außerdem…

Juli 23, 2008 · Kommentar schreiben

…fühl ich mich wie Winter!?!?! Geht das noch jemandem so? Am Wochenende bei meiner Mutter auf dem Lande gewesen, da war die Heizung aus (is schließlich Juli), aber der Wind war kalt und die Feuchtigkeit zog einem so richtig deftig bis in die letzten Winkel eines jeden Knochens. (Möglicherweise, aber auch nur möööglicherweise bin ich deswegen heute krank) Ich hab gefroren! Und irgendwie ist gefroren noch nichtmal der richtige Ausdruck um annähernd zu beschreiben, wie kalt mir war. Ich saß mit Fleecejacke über der Kapuzenjacke mit Decke um die Beine am Küchentisch und habe nachgeschaut, ob man meinen Atem schon sehen kann. Dem nicht genug, fahre ich heim, werd krank (was gefühlsmäßig immer noch in den Winter gehört. Was hat eine Erkältung im Sommer zu suchen?) und wie ich so krank vor dem Fernseher liege, kommt auch noch bei beinahe jeder Serie, in die ich zappe, die obligatorische Weihnachtsfolge. Beim kurzatmigem Einkaufen mit laufender Nase dann lauter winterliche Hausmannskost in den Wagen geladen. Daheim nur mit dicken Socken, Jogginganzug (der nicht so hässlich ist, wie das Wort suggeriert, denn er ist braun und kuschelig und nicht neonfarben und aus Plastik) und dickem Halstuch unter der Decke vorzufinden und um ehrlich zu sein, hätts mich in keinster Weise gewundert, wenn es angefangen hätte zu schneien.

Wie soll ich denn damit klar kommen, wenn sich der Sommer jetzt doch plötzlich nochmal aufbäumt??

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Hach, ich weiß ja nicht

Juli 23, 2008 · Kommentar schreiben

Die Sommergrippe hat die Kurve nicht gekriegt und hat mich voll erwischt. Und morgen is mein Urlaub vorbei. Arbeiten gehen oder nicht? Krank schreiben lassen und die Kollegen hängen lassen? Oder durchkämpfen und unter Umständen völlig zu Boden gehen?
AlsSchichtleiter überlegt man da doppelt. Denn da sind nur noch 3 weitere Schichtleiter, die das dann ausbaden müssen. Und eigentlich bin ich ja immer noch nicht wirklich Schichtleiter. Bloß ne 40-Stunden-Kraft mit Schlüsselgewalt. Ansage ist, dass ich den offiziellen Vertrag zum 1.8. bekomme. Ob das allerdings wirklich eintrifft…da bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Und irgendwie…hach, ich weiß ja auch nicht. Irgendwie bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich das wirklich will. Denn neben Schichtleiter sein gibt es nicht mehr viel. Zeit mein ich jetzt und anderes als Arbeit. Und Systemgastronomie ist dann doch irgendwie immer noch Systemgastronomie. Ich befürchte immer noch, dass es mir die Freude an der Gastro verderben wird über kurz oder lang. Aber vielleicht sieht das alles grade nur ein wenig düster aus, weil ich Urlaub hatte und der sich viel zu kurz anfühlt und weil ich krank bin und weil ich zurzeit einfach gerne ein wenig mehr Zeit hätte für mich und die Dinge, die mir Freude bereiten. Aber was man auch sehen muss: Eine Menge mehr Verantwortung und viel mehr Stress, wesentlich weniger Zeit und das alles für nur 50 Euro mehr im Monat. Ist es das wirklich wert, frage ich mich immer und immer wieder. Aber ich kann soviel lernen, sag ich mir dann jedesmal. Für später, für meine Pläne, für meinen eigenen Betrieb. Aber ist das wirklich so? Scheue ich denn wirklich die Arbeit und das völlige Aufgehen im meinem Job? Eigentlich nicht. Aber es ist eben nicht mein Baby. Ich schufte für andere und bekomme noch einen auf den Deckel. Und ich muss mich nicht vor mir selber verantworten. Das ist der Unterschied. Aber ist das die Schule, durch die jeder durch muss? Oder geht es auch ohne? Darf ich Nein sagen? Mein Bauch sagt schon seit meiner ersten Schicht, die ich alleine geführt habe „Nein“. Mein Kopf und viele um mich rum sagen „Ziehs durch“. Was tun, sprach Zeus? Rede ich mir die Ganze Sache zwischendurch bloß gut, weil ich rechfertigen muss, dass es ungehörig wäre, als Studienabbrecherin eine Beförderung abzulehnen? Oder rede ich mir das alles bloß schlecht, weil ich nicht in der Lage bin, etwas durchzuziehen? Ist das symptomatisch für mich? Oder ist es einfach so, dass ich so viele Dinge aufgegeben und abgebrochen habe, weil ich ein sehr genaues Gespür dafür habe, wenn etwas nicht richtig für mich ist? Alles geht so verdammt schnell. Und ich komm gar nicht so richtig hinterher.  

Vielleicht sollte ich mir endlich eine Frist setzen? Vielleicht diese Woche noch und dann entscheiden und dann hinter dieser Entscheidung stehen? Wir werden sehen…

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Makaber

Mai 10, 2008 · Kommentar schreiben

In Troisdorf-West wirbt erinnert seit einiger Zeit eine Hilfsorganisation an die Verantwortung der westlichen Welt gegenüber den Kindern in der Dritten Welt. Auf dem Riesenplakat ist ein kleiner Junge abgebildet, der traurig auf ausgedörrter Erde sitzt. Soweit so gewohnt.

Nun hat sich auf der benachbarten Werbefläche ein bizarrer Marketingfehler eingeschlichen. Wirbt doch seit kurzem direkt daneben eine Mineralwasserfirma mit dem Slogan: „Für mich, für dich, für alle!“

Ich wünschte, jemand würde dort mal mit der Spraydose einschreiten. Dann stände da vielleicht ein „Für mich, für dich und nicht für ihn“ oder der Junge würde sagen: „Für euch, nicht für mich“

Nunja, da sieht man mal wieder wieviel man von Werbeslogans zu halten hat…

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Kraweel

Mai 6, 2008 · Kommentar schreiben

„Melusine!
Kraweel, Kraweel!
Taubtrüber Ginst am Musenhain
Trübtauber Hain am Musenginst
Kraweel, Kraweel!“

(Loriot)

Wer kennt es nicht, das unvergleichliche Unsinnsgedicht von Loriot aus dem Film „Papa ante Portas“? (Wers nicht kennt, sollte sich schämen, so einfach ist das)

Eben allerdings ertaunt festgestellt, dass Kraweel ein richtiges Wort ist. Da hab ich mich dann ein wenig geschämt. Für mich war Kraweel immer ein wunderbares Wort, was man einfach mal so in die Runde sagen kann. Mit der richtigen Betonung ist es ungefähr genauso universell wie Superkallifragilistigexpialigetisch. Nur, dass Kraweel eben leider eine Schiffstyp bezeichnet und damit eigentlich unbrauchbar ist für solche Zwecke. Schade.

Ich denke, ich werde das einfach ignorieren und so tun, als wüßte ich nichts davon. Dann muss ich halt bloß aufpassen, in welcher Gesellschaft ich spontan „Kraweel“ rufe…

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Des morgens

Dezember 6, 2007 · 3 Kommentare

Was hass ich das. Dieses fertige, betrunkene Dahinsiechen wenn man sich morgens nach durchzechter Nacht auf den Heimweg macht. Wenn man sich zwischen all den fleißigen und pflichtbewußten Menschen auf dem Weg zur Arbeit sieht.

Ich stinke nach Rauch und nach Bier (meine Fahne ist wahrscheinlich beachtlich, weshalb ich auch versuche nur durch die Nase und nur in meinen Schal zu atmen) und mein Magen nimmt mir die letzten Stunden ganz fürchterlich übel. Es wird nicht mehr lange dauern und dann werden sich Hirn und Herz zum Magen gesellen und dann werden die drei eine Partei gründen, die sich vor allem eins auf die Fahnen schreibt: „Abstinenz!“

Diese Partei hat ehrbare Ziele, so ist das nicht. Aber wie das mit ehrbaren Parteien so ist, wird sie nicht lange bestehen. Spätestens bei der nächsten Versammlung werden die Fahnen zwar zunächst stolz gehisst aber nach dem vierten „naja-ausnahmsweise,-gibt-ja-was-zu-feiern“-Bier werden die „Abstinenz“-Fahnen gemeinschaftlich und ein wenig verschämt mit den Fußspitzen unter den Tisch geschoben während man sich verschwörerisch zuprostet und schon langsam wieder auf der Welle der berauschten Geselligkeit schwimmt.

Weitere Schnäpse, Weine, Biere später wird die Fahne dann bedächtig schweigend (weil man spürt, dass hier grade etwas ganz Wichtiges passiert) in dem letzten Rest verschmähten Ouzos getränkt und dann unter befreiendem und frenetischem Jubel verbrannt. Längst überfällig war das und die Partei fühlt sich, als hätte sie immens wichtige Pionierarbeit geleistet. Man dünkt sich gar schon in einer Reihe mit King und Schwarzer.

Und auf dem Heimweg am morgen. Während man dann wieder da sitzt zwischen den fleißigen Arbeitern auf dem Weg, sich ihren Respekt vor sich selber zu verdienen, da wühlt es sich dann langsam wieder hoch aus dem geschundenen und sumpfigen Magen: Das kleine Wort, welches ebensoviele lautere Absichten wie Verzweiflung in sich trägt: „ABSTINENZ!“

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Möglichkeiten

Dezember 4, 2007 · 3 Kommentare

Ich könnt – oder eben nicht.

 

Ich könnt die Piratentradition wieder aufleben lassen

Mit lautem Geheul an den Säbel mir fassen

Auf einem gestohlenen, klapprigen Kahn

Und über sieben wilde Weltmeere fahr’n.

 

Ich könnt wie Picasso, Miro und Matisse

Schwören, dass ich eines im Leben nur muss

Kräftige Farben auf Leinwände bringen

Mit recht innovativen Pinselschwüngen

 

Ich könnt die Nadel schwingen und die Schere

Und mir erschneidern viel Ruhm und viel Ehre

Und am End meiner Show zwischen zwei Strichen

Zufrieden und dick über den Laufsteg kriechen.

 

Ich könnt wie Theresa, die Mutter, und Di, die Prinzessin

Reisen und helfen und opfern und küssen

Die Armen, die Schwachen, die Kranken, die Kleinen

Und jeder der’s säh’ würde helfen und weinen

 

Nur eines gibt’s, das kann ich nicht

Obwohl ichs so sehne und lang drauf verzicht

Den eigenen Weg, ist was ich nicht find

Denn sind all die Ideen, schon jemand anderes Kind.

 

[© Sarah 2007]

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