Löwenzahn

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Zivilcourage

Juli 16, 2009 · 4 Kommentare

Und mal wieder eine Premiere in meinem Leben. Heute das erste Mal den Notruf der Polizei gewählt. In der loewenzahnschen U-Bahn-Haltestelle bedrohte ein Mann eine Frau. Augenscheinlich seine Freundin. Sie hat geweint und ihm immer wieder gesagt, dass er sie bitte in Ruhe lassen soll. Woraufhin er ihr immer wieder gedroht hat, ihr den Schädel einzuschlagen, wenn sie nicht endlich mit der Heulerei aufhören würde.  Und er war so unfassbar aggressiv.

Aus Angst, selber in seinen Fokus zu geraten, habe ich mich nicht eingemischt, aber eben die Polizei gerufen.

Das erschreckende: Sonst schien es niemanden zu interessieren. Und dabei war reger Betrieb an der Station. Selbst ein Trupp junger Männer, die nun wirklich mal was hätten sagen können, sind einfach desinteressiert dran vorbei gelaufen.

Soviel zum Thema Zivilcourage.

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Mal wieder Vermischtes

Mai 28, 2008 · Kommentar schreiben

Eben in der Bahn meine kriminelle Ader entdeckt: Bei einem Typen gedacht, dass sich ein Überfall mal so richtig lohnen würde bei der immensen Fotoausrüstung, die der mit sich rumgeschleppt hat.

Eben beim Warten auf die Bahn festgestellt, dass ich immer noch nicht weiß, wie ich auf seltsame Anmachen alter, seltsamer Männer reagieren soll. Ich mein, was antwortet man denn bitte auf ein dahingesäuseltes „Deine Augen sind so wunderbar. Du bist eine Blume.“ ?!?! Ich bin ihn losgeworden…ich weiß nur nich genau, wie.

Mein neuestes Nähprojekt wird die wahrscheinlich hässlichste Tasche der Welt. Aber die Idee hat mich gereizt. Und vielleicht liegts auch nur am Stoff, ich bin mir nicht sicher. Das Einzige, was noch zu erwarten wäre ist, ob sie SO hässlich wird, dass sie schon wieder kultig ist. Wir werden sehen. Fotos gibts, wenn die Ausgeburt sich voll entfaltet hat. (Und falls sie dir tatsächlich gefallen sollte, Alex: Ich hab an Step-by-step-Bilder gedacht ;) )

Für die erste Tasche sind jetzt schon drei Nachbestellungen eingegangen. Ich befürchte nur, dass ich dazu: a) keinen Nerv hab und b) die Gardine vom Flohmarkt nicht reicht. *g*

Heute morgen bin ich eine satte Stunde später aufgestanden, als geplant. Nicht, dass das irgendwie ungewöhnlich wäre, aber das Warum ist hier entscheidend: Hab ich doch im Traum eine Lösung für das Reißverschlusssystem der ersten Tasche ersonnen. Das war nämlich alles nicht ganz so einfach, weil viele Stofflagen und irgendwie isses ein wenig krumm und schief und nicht so richtig perfekt geworden. Jedenfalls träumte ich davon, wie ich eine Tasche nähte, bei der sich diese Probleme nicht stellten. Als der Wecker klingelte, war ich allerdings noch nicht fertig. Also schnell die Sleeptaste gedrückt und weitergeträumt. Und was soll ich sagen? Ich glaube, es hat funktioniert! Nachdem ich fertig war. Also mit der Tasche im Traum, konnt ich dann auch aufstehen und habs direkt im Notizbuch festgehalten. Nun bin ich gespannt, ob der Plan auch in die Realität umzusetzen ist. Aber ich glaub, das müsste funktionieren… :D

So, und da die Muse mich auch mit der Stick-Idee angefixt hat, hoffe ich morgen drauf, dass ich früh genug aus dem Haus komme, um Stickgarn und -nadel zu besorgen. Mir ist nämlich ein wunderbares Motiv eingefallen, kurz BEVOR ich eingeschlafen bin. (Natürlich auch notiert ;) )

Ja, so ist das. Euch allen eine gut gelaunte Wochenmitte! Die Hälfte is geschafft.  (Naja, zumindest, wenn man nicht wie ich in der Gastro ist ;) )

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Da war doch noch was

Dezember 10, 2007 · Kommentar schreiben

Wobei mir einfällt, dass die Bahn wohl auch noch woanders streikt. Zu meinem Vorteil. Vor geschlagenen 9 Monaten bin ich nämlich am ersten Tag des Semesters (Sommersemester 2007!) auf dem Weg zur Uni ohne das neue Semesterticket erwischt worden (Wobei ich mich jetzt nicht darüber aufrege, dass just an diesem Tag ein immenses Kontrolleuraufkommen zu verzeichnen war). Ich hatte überflüssigerweise meinen Handytimer noch am Tag vorher gestellt um mich dran zu erinnern, das neue Ticket einzustecken. Habs dann ignoriert, was auch sonst…

Jedenfalls meinte der freundliche Herr, ich müsse nur mit dem gelben Zettel zum Schalter gehen und mit meinem neuen Ticket und dann würde ich nich den vollen Preis zahlen. Sprichts und hängt direkt hinten dran, dass er aber gar keinen gelben Zettel mehr hätt. Wäre nich die einzige Studentin, die verpeilt hätte, das neue Ticket einzustecken, raunt er mir da noch zu. (Hallo? Arsch!) Nunja, meinte er, ich solle einfach warten, bis der Bescheid kommt und dann damit zum Schalter.

Der Brief kam dann… keine Ahnung…sowas um die 2 Monate später? Damit dann also wie beauftragt zum Schalter. Woraufhin mich eine feiste, kurzgeschorene Drill-Instructor-Angestellte anblafft, dass ich innerhalb von 2 Wochen hätte kommen müssen. Die Geschichte vom gelben Zettel wollte sie gar nich hörn. Dann soll ich halt schriftlich Beschwerde einreichen.

Hab ich gemacht. Und meine Studienbescheinigung beigelegt. Sogar eine im Original. Man lässt sich ja nich lumpen. Da kam dann 2 Monate später ne Mahnung, dass ich gefälligst eine Kopie vom Semesterticket mitschicken müsse. Also nochmal einen Brief geschickt….

Und bis heute? Gänzliche und totale Stille. Nix mehr. Lohnt sich anscheinend auch nich für die Bahn. Die paar Euro, die ich denen schulde…Na, mir solls recht sein!

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Bitte, bitte im stillen Kämmerlein

April 3, 2007 · 4 Kommentare

Warum bloß müssen sich Selbstmörder immer wieder auf die Gleise werfen? Hab ich mich schon oft gefragt. Es gibt weiß Gott genügend andere Möglichkeiten, seinem Dasein ein Ende zu bereiten, sofern man das wirklich will. Und um ehrlich zu sein, kann ich mir Schöneres vorstellen, als von einem Zug zermatscht das Zeitliche zu segnen. Mal ganz abgesehen davon, dass das wohl eine der selbstsüchtigsten und asozialsten Arten ist, sich dem Rest der Menschheit zu ersparen. So zieht man auch noch den Zorn von Hunderten auf sich, die deswegen zu spät kommen…wohin auch immer. Vom Fahrer ganz zu schweigen, der sich danach erstmal in psychiatrische Behandlung begeben kann.

Aber heute. Ja heute dacht ich, ich hör nicht richtig, als ich am Bahnhof stand. Die Durchsage lautete nicht wie gewohnt „Wegen eines Suizids kann der Bahnverkehr in Richtung XYZ auf vorläufig nicht befahren werden“ Nein! Sie lautete: „Wegen eines Suizidgefährdeten… “ Eines SuizidGEFÄHRDETEN????

Leute, wenn da wer auf den Schienen steht und sich umbringen will. Warum zur Hölle klaubt ihr den da nich runter und verfrachtet den ins LKH?? Lasst ihr den da tatsächlich stehen und redet mit ihm in Ruhe erstmal bei nem Tässchen Tee über alles??
Mein Vorschlag wäre ja, ein paar Scharfschützen zu positionieren und ihm damit zu drohen, ihn zu erschießen, falls er sich von den Schienen wegbewegen würde, der nächste Zug würde gleich kommen. Ich wette, in 99% der Fälle würden die Leute plötzlich fürchterlich am Leben hängen. Diese Gier nach Aufmerksamkeit ist wirklich langweilig. Und verursacht mir Stress, weil ich zum ersten Praktikumstag zu spät komme. Ich sags euch. Passiert mir das an einem Prüfungstag, dann mach ich denjenigen aufindig und mach dem die Hölle heiß! Mann!

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Düfte und andere Geruchsbelästigungen

Januar 30, 2007 · Kommentar schreiben

Morgens riechts in der Bahn, als wäre die Luft aus 50 Badezimmern komprimiert in die Abteile gepumpt worden.
Abends dagegen ist vielfältiger. Da ist man dann eher von einer Mischung aus Sportstudio, Höhlenmensch, Kneipe und Hundesalon umgeben. Das faszinierende: Es sind keine Hunde anwesend?!

Vielfältigkeit ist eben nicht immer besser…

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Distanz

Dezember 19, 2006 · Kommentar schreiben

In Deutschland herrscht ja der Hang zur respektvollen Distanz. Das lässt sich überall beobachten. An Bahn- und Bushaltestellen zum Beispiel finden sich die Wartenden zwar alle in einem relativ kleinen Bereich um die Sitzgelegenheiten oder den überdachten Teil zusammen, aber die nach und nach Ankommenden verteilen sich immer mit größtmöglichem Abstand zueinander. Wenn sich zwei auf der Straße entgegenkommen, werden die Beteiligten auch alles versuchen, sich möglichst nicht zu berühren und mit so viel Abstand aneinander vorbei zu schieben, dass sie nur grade dem Überfahrungstod durch die Autos auf der Straße nebenan entgehen und sich den Ärmel nicht an der Hauswand aufreißen.
Ja, bei manchen geht der Unwille Fremdes zu berühren sogar so weit, dass man sich in der Bahn nicht einmal neben einen aufgehängten Mantel eines Fremden setzen möchte, wie ich irgendwann mal amüsiert beobachten konnte.
Halten wir also fest: Die Deutschen stehen im Allgemeinen nicht besonders aus Körperkontakt mit Fremden.

Und dann gibt es so Tage, da ist man völlig verwirrt, weil diese Regel plötzlich nicht mehr eingehalten wird. Als wäre man nicht existent, stellen sich plötzlich fremde Menschen direkt neben einen, als wollten sie sich eine Weile erschöpft anlehnen oder einem verschwörerisch etwas ins Ohr raunen. Oder auf einem großen Platz steuert ein Fremder auf einen zu und schiebt sich so nah an einem vorbei, dass man fast ins straucheln kommt, weil man versucht in letzter Sekunde doch noch den gebotenen Mindestabstand einzuhalten. Ja, der Instinkt lässt einen sogar für eine Millisekunde fast zum Ausweichsprung ansetzen.

Nun frage ich mich natürlich, woher sowas kommt? Mir sind drei Möglichkeiten eingefallen:
1. Es sind Tage, an denen man so in sich selbst versunken ist, dass man für die Umwelt fast nicht mehr existent ist.
2. Es sind Tage, an denen man eigentlich ein enormes Bedürfnis nach Nähe hat und die Umgebung scheint das instinktiv wahr zu nehmen.
3. Es sind Tage, an denen man so offen und fröhlich und freundlich ist, dass sich Vorbeikommende davon angezogen fühlen.

Ich werde das mal beobachten. Vielleicht ists ja auch eine Mischung aus Beidem.

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Mit Nase und Auge

September 12, 2006 · 10 Kommentare

Meine Nähmaschine läuft wieder!! Jippie! Und was is das Ding laut! Ich erwähnte bereits, dass es sich da um ein ganz altes Modell mit Fußbetrieb handelt. Abends nähen is da wohl nich drin. Aber Donnerstag hab ich frei. Dann gehts rund :D

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Ich finde ja, dass Menschen mit Achselschweißgestankproblem ein Armhebeverbot bekommen sollten. Vor allem bei dem Wetter in einer Bahn ohne Fenster. Und ganz besonders dann, wenn derjenige genau neben mir steht und die Bahn so voll ist, dass ich nicht ausweichen kann.

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Dass die Bahn feststeckt, weil sie einen (mal wieder zu spät kommenden) ICE überholen lassen muss, lässt sich irgendwie leichter ertragen, wenn man einen perfekten Blick auf einen spärlich bekleideten Adonis hat und auch noch sonnenbebrillt ist und derjenige so nicht mitbekommt, dass man ihn Zentimeter für Zentimeter begutachtet. Es gibt tatsächlich Menschen, die sehen aus, als wären sie einem retouchierten Foto entsprungen. Absoluter Wahnsinn. Ich war gänzlich fasziniert.
Wenn nur der Schweißgeruch nicht gewesen wäre. (Der übrigens nicht vom Adonis kam, sondern von einem Nerd im Adidas-Shirt. Wie passend)

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Es ist wirklich erstaunlich, dass Katzen es schaffen depressiv auszusehen. Oder ist es vielleicht doch eher so, dass man seine eigenen Gefühle in ein Tier projeziert? Womit ich jetzt nicht sagen will, dass ich depressiv bin. Was ich dann sagen will? Ich hab nicht den Hauch einer Ahnung.
Vielleicht einfach nur, dass ich finde, dass meine Katze depressiv aussieht und ich deswegen ein schlechtes Gewissen habe.
Nie wieder hole ich mir ein Tier ins Haus, ohne vorher gründlich darüber nachzudenken. Ich liebe sie wirklich. Aber ich glaube, ich tue ihr nicht gut. Aber ich brings auch nicht übers Herz, sie wegzugeben. Das nenn ich mal ein Dilemma.

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Gemischtes

September 5, 2006 · Kommentar schreiben

Es ist Dienstag. Wo fahren die denn alle hin mit ihren Riesenkoffern?
Gabs einen Kofferausverkauf irgendwo?
Ich hätt auch einen gebrauchen können.

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Die Frau mir gegenüber hat ihren Rücken so passgenau an die Lehne gedrückt, dass sie dafür ihr Kinn eingebüßt hat.
Würde sie jetzt ihre Nase verlieren, wäre sie vorne genauso grade wie hinten.

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Endlich ein längst überfälliges Gespräch geführt. Mit völlig anderem Ausgang, als gedacht.
Da hat sich eine Freundschaft klamheimlich verändert und ist mir wertvoller geworden.
Einfach so.

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Absurditäten

September 4, 2006 · 14 Kommentare

Ein sehr gemischter Tag. Angefangen mit Lustlosigkeit und dem Bedürfnis, mich eigentlich direkt wieder ins Bett zu verziehen und endlich mal handfeste Löcher in die Wand zu starren.
Dann kam Aggression. Und zwar nicht zu knapp. Erst musste ich wirklich raus und dann ging alles schief. Erst die Straßenbahn hier verpasst, dann den Bus in Ossendorf. Also 20 Minuten warten, bis der Bus kam. Einsteigen und Wut kriegen. Merke: Nur weil Ossendorf draufsteht, muss nicht Ossendorf drin sein. Also direkt wieder raus, kurz überlegen, ob der nächste Bild-Automat dran glauben muss, aber zugunsten meines Fußes entschieden.
Endlich auf der Arbeit angekommen. Dank Sonja einen Lachkrampf gehabt. (siehe unten).
Konto gecheckt. Festgestellt, dass ich keinen Cent mehr hab. Frust geschoben.
Und auf der Heimfahrt dann absolute Albernheit. Von einer Tür aufgemuntert worden. Von einer Tür? Jap! Die Automatiktür in der Bahn war kaputt und hats keine zwei Sekunden geschlossen ausgehalten. Ist also dauernd auf und zu gegangen. Ich musste mich dermaßen beherrschen nicht laut loszulachen! Völlig absurd.
Dann erschrocken, als mich ein Depp im getunten Golf fast niedergesemmelt und volle Möhre auf die Hupe und sich auf die Stirn gehauen hat. Der war noch nichmal im Recht, der Vollpfosten.
Seltsamer Tag!

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Zu spät

August 28, 2006 · 6 Kommentare

War ja mal wieder klar. Der Trottel-Löwenzahn am Start. Nur dass der Trottel beim Startschuß in die flasche Richtung gelaufen ist. So kommt man zwar auch ans Ziel nur nicht ganz so schnell wie geplant.

Den Besichtigungstermin verpasst weil ich blöde Nuss mich in die Bahn in die falsche Richtung setze. Ich hätt heulen können.

Naja, jetzt beschlossen, morgen meine Wohnung fristgerecht zu kündigen und dann zu hoffen, dass ich nicht die nächsten drei Monate genauso ein Dummbeutel bin. Meiner einer muss sich wohl immer ein bisschen unter Druck setzen.

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