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Und mal wieder eine Premiere in meinem Leben. Heute das erste Mal den Notruf der Polizei gewählt. In der loewenzahnschen U-Bahn-Haltestelle bedrohte ein Mann eine Frau. Augenscheinlich seine Freundin. Sie hat geweint und ihm immer wieder gesagt, dass er sie bitte in Ruhe lassen soll. Woraufhin er ihr immer wieder gedroht hat, ihr den Schädel einzuschlagen, wenn sie nicht endlich mit der Heulerei aufhören würde. Und er war so unfassbar aggressiv.
Aus Angst, selber in seinen Fokus zu geraten, habe ich mich nicht eingemischt, aber eben die Polizei gerufen.
Das erschreckende: Sonst schien es niemanden zu interessieren. Und dabei war reger Betrieb an der Station. Selbst ein Trupp junger Männer, die nun wirklich mal was hätten sagen können, sind einfach desinteressiert dran vorbei gelaufen.
Soviel zum Thema Zivilcourage.
Kategorien: beobachtungen · neulich in der bahn
Ist da nicht etwas bedenklich schief gelaufen, wenn man sich seit 1 Stunde darüber wundert, dass man auf einem einschlägigen Musiksender tatsächlich nur Musik zu hören und zu sehen bekommt? Oder?
Ist ja, als würde man sich drüber wundern, wenn man auf cnn und co. tatsächlich Informationen bekommt…
Kategorien: beobachtungen · hmmm · tv
Es gibt Mütter, die haben Schreikinder. Und es gibt Kinder, die haben Schreimütter.
Fragt sich, wer auf lange Sicht mehr darunter zu leiden hat…
[Aus der Kategorie: Wenn die Wände die Geräusche der Nachbarwohnung durchlassen]
Kategorien: beobachtungen · nur son gedanke
Polylux geht nach fast 12 Jahren in Rente. Schade irgendwie. Wobei ich sagen muss, dass mir die Ehrensenf-Katrin-Ära am meisten zugesagt hat. Mit Tita bin ich einfach nie wirklich warm geworden. Was aber nichts dran ändert, dass ich Polylux, wann immer ich konnte, sehr gerne angeschaut hab.
Wenn man krank ist und bei den geringsten Bewegungen schweißausbrüche bekommt und auch noch keinen reizvollen Lesestoff daheim hat, wird einem sehr schmerzlich bewusst, dass das Fernsehprogramm eigentlich sehr sehr schrecklich geworden ist. Es läuft wirklich so gut wie gar nichts mehr, was sich zu sehen lohnt. Vor allem tagsüber. Ich möchte mir so ungern die x-te Version der xxl-Food-Herstellungs/-Verzehrungs-Reportage anschauen. Ich möchte auch langsam keinen „Star-“Köchen mehr beim Kochen zugucken. Ich werde die Sachen eh nie nachbrutzeln. So sehr ich vielleicht auch manchmal gerne würde. 2 Talkshows sind uns aus der grausamen Talkshow-Ära geblieben. Wie schade eigentlich. Während in der einen nur über schlechte Mütter, Töchter, Menschen diskutiert wird, werden in der anderen eigentlich nur noch Vaterschafts- und Lügendetektortests gemacht. Eins haben sie allerdings beide gemeinsam: Man fragt sich, woher die Menschen, die dort sitzen überhaupt ein Sozialleben haben über welches sie das Bedürfnis haben, in der Öffentlichkeit zu „reden“….und vor allem: Werden sie auch nach der Talkshow noch eins haben? Als Alternative wird man von mittags bis nachmittags mit Wiederholungen alter Serien bestrahlt. Waren die damals so teuer, dass sie sie auch heute noch in Dauerschleife laufen lassen müssen, damit sie irgendwann auf dem Roseanne/Bill Cosby/Nanny/XYZ-Konto wieder schwarze Zahlen schreiben? Werden heutzutage denn keine guten Serien mehr produziert? Oder werde ich das in 5-10 Jahren nochmal fragen, wenn all die Serien, die ich heute oder in letzter Zeit verfolgt habe, zum hundersten Mal durchgenudelt werden? Wahrscheinlich.
Um es auf den meinen Punkt zu bringen: Ich habe mich heute mehrmals gefragt, warum ich den Fernseher eigentlich nicht in den Keller bringe, um ihn nur zu besonderen Filmen raus zu holen. Oder warum ich den Kabelstecker nicht einfach ziehe und ihn nur noch zum DVD-gucken verwende. Als ich dann auch noch mitbekam, dass Polylux am 18.12. seine letzte Sendung ausstrahlt, war das einer dieser vielen Momente…
Für welche Sendungen lohnt sich euer Fernseher noch?
Und: Wie ist denn jetzt der Plural von Ära? Fragen üder Fragen…
Kategorien: angemerkt · beobachtungen · doof · tv
Und dann kam krank sein. Seit Sonntagnacht schniefe, keuche, huste, schneuze, fiebere und schleppe ich mich in meiner Wohnung von Sofa zu Bett zu Bad und zurück. Seit 1 Stunde wühlt sich jetzt die helfende Mama durch das Chaos meiner Wohnung, hat mir Essen gekocht und bringt meine Pfandflaschenreserven zum Pfandflaschenreservenmann. Ach, wenn Mütter nicht wären. Und die ganze Zeit freu ich mich, dass es mich diese Woche erwischt und nicht nächste Woche. Mit Fieber im Bett am Geburtstag wär schließlich ziemlich blöd. Nur ein schlechtes Gewissen den Kollegen gegenüber bleibt, die jetzt mit einem weniger auskommen müssen in der stressigen Weihnachtszeit. Aber ein fieberndes, sich in Zeitlupe bewegendes, sich jede Minute die Nase putzen müssendes Etwas hilft auf der Arbeit ja auch nicht weiter…
Seltsame Tv-Erlebnisse in den letzten Tagen: Dmax, seiner Werbung nach der Sender für die besten Menschen der Welt, nämlich Männer, hat im Programm etwas, was sich „Wie wirds gemacht?“ oder so nennt. Das ist in ungefähr so, wie die Sendung mit der Maus, nur ohne Maus. Man sieht eigentlich die ganze Zeit nur große Maschinen in einer Fabrik, die irgendwelche Materialien zuschneiden, weiterleiten, zusammenbiegen, -kleben, verpacken usw. Nur: Wollen Mäner wirklich wissen, wie Damenbinden hergestellt werden? Und wollen sie wirklich wissen, wieviel Flüssigkeit diese Dinger aufsaugen können? Und das auch noch plastisch vor Augen geführt bekommen? Ich bezweifele das mal dezent…
Kategorien: arrrrrrgh · beobachtungen · loewenzahnswelt
Die hier aus dem Model-Camp (schon raus) war heute bei uns im grünen Kaffeeladen.
Hab ich nich erkannt, wurde mir gesagt. Hab ich aus einem bestimmten Grund nich erkannt. Ich hab ihr nämlich nich ins Geischt sehen können. Denn ich hatte ein wenig Angst, dass sie in meinen Augen den entsetzten Unwillen/das Mitleid sehen würde. Es stimmt wohl, was man sagt. Dass die Kamera 5-10 Kilo auf die Hüften zaubert. Denn auf den Bildern ist sie schon absurd dünn. Als sie dann aber heute in ihrem Mini-Kleidchen und den Stiefelchen aus dem Laden stolzte, schauderte es mich ein wenig. Kennt ihr das Bild von diesen Halloween-Skeletten, die durch die Gegend tanzen und laufen? Aufgrund der fehlenden Muskeln wirkt das eher wie eine zufällige Fortbewegung. Ganz genauso sah das bei ihr auch aus. Ich hatte ein wenig Angst, dass sie stolpert und wir die weltbesten Puzzler einfliegen lassen müssten, um sie wieder zusammen zu setzen.
Ganz ehrlich: Schön is anders.
Kategorien: beobachtungen · loewenzahnswelt · seltsames
Heute das dritte Mal in den 2 Monaten, die ich jetzt schon im grünen Kaffeeladen arbeite, das Gästeklo verstopft. Und zum dritten Mal wars das Herrenklo. Und das zweite Mal schon war der Grund ein Fixerbesteck, dass das Faß Klo zum überlaufen brachte. Und das kommt wohl durchaus häufig vor. Nur auf der Frauentoilette nicht.
Also entweder fixen mehr Männer als Frauen oder aber fixende Frauen sind selbst bedröhnt noch reinlicher und klarer in der Birne als die Herren der Schöpfung.
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So, der erste Monat ist rum. Das erste Gehalt ist da und auch schon wieder fast komplett zum Schuldentilgen und Rechnungenzahlen verplant. So ist das eben. Und nach dem dritten Tag an der Kasse und damit im direkten Kontakt mit den Gästen, beginne ich schon die ersten Stammgäste zu erkennen. Einer davon ist ein wenig seltsam. Marke Maßanzug und Co. Dabei sieht er aus, als wäre er grade mal 17. Und heute schauten wir uns an und während des Gesprächsgeplänkels wie es bei meinem Job eben dazu gehört, dachte ich irgendwann, dass wir wohl voneinander denken, dass der jeweils andere einen wohl ganz toll findet, dabei mögen wir uns glaub ich einfach mal gar nicht. Schon seltsam, dieses Hormongepluster.
Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen. Es geht mir so gut, wie schon seit sehr langer Zeit nicht mehr. Die Arbeit tut mir gut. Meine Kollegen sind toll. Ich bin noch nie in einem Team mit so offenen Armen empfangen worden. Und das ist ein wunderbares Gefühl. Und zu was für Hochformen ich plötzlich auflaufen kann, überrascht selbst mich.
Kategorien: Zusammengestammeltes · beobachtungen
Nachdem ich seit ‘94 einen Wahlbruder mein „eigen“ nennen darf, hat sich wie es ausschaut nun noch eine „Schwester“ dazugesellt. Eine Zwillingsschwester, mein Bizarro-Ich sozusagen.
Jeder Kollege, der mich kennenlernt, hält mich zuerst für Laura, eine Kollegin aus einer anderen Filiale in Köln. Nachdem ich mir von ca. 30 Leuten anhören durfte, dass ich ihr nun wirklich sehr ähnlich sehe und auch sehr ähnlich sei und ich mich schon dran gewöhnt habe, auf den Namen Laura zu reagieren. Oder auch Sarah-Laura oder Laura II, bin ich heute durch Zufall dem Original begegnet. Und was soll ich sagen? Sie könnte wirklich meine (Zwillings-)Schwester sein. Unglaublich. Sogar ihre anwesende Mutter musste das zugeben.
Lustig.
Kategorien: arbeit · beobachtungen · loewenzahnswelt · lustich
Eben eine seltsame Eigenheit meinereiner bemerkt. Verabschiede ich mich, ist es beinahe ein innerer Zwang, zu fragen oder zu klären, wann man sich wiedersieht/wieder spricht. Also bei persönlichem Treffen ebenso wie beim Telefonieren. Als hätte ich Angst, dass derjenige nach dem Abschied für immer aus meinem Leben verschwindet. Oder als hätte ich Angst, etwas falsch gemacht und denjenigen vergrault zu haben. Als müsste ich mich absichern, dass derjenige mich noch mag oder so. Selbst bei Arbeitskollegen. Dabei muss ich da nur auf den Dienstplan schauen. Vielleicht will ich mich aber auch nur drauf einstellen können. Wer weiß?
Schon ein wenig seltsam.
Kategorien: beobachtungen · seltsames